Was wird aus seinem Job in München?

EHC-Coach Cortina wird wohl Bundestrainer

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Pat Cortina

München - Pat Cortina vom EHC München wird wohl neuer Eishockey-Bundestrainer. Wie lässt sich das mit seiner anderen Tätigkeit verbinden?

Natürlich kam in der Pressekonferenz auch die Frage an Pat Cortina, was er denn am Dienstag mache. Dann tritt die deutsche Nationalmannschaft gegen Österreich an und Cortina ist ja Kandidat auf das Bundestraineramt. „Am Dienstag trainiere ich den EHC München“, sagte Cortina. Nach zwei kurzen Nachfragen („Ich habe keinen Vertrag unterschrieben“) war die PK zu Ende. Anders als sonst gab es die kleinere Runde danach nicht – Cortina und seine EHC-Kollegen gingen schleunigst.

Ein nettes Schwankstück für die Anwesenden, das DEB-Präsident Uwe Harnos hätte beenden können – doch auch er ward gleich darauf nicht mehr gesehen. Weil er nicht lügen wollte – und selbst den Zeitpunkt einer offiziellen Mitteilung bestimmen wollte.

Dabei hatte eine Agentur bereits vermeldet, dass Cortina Bundestrainer wird. Auch die tz wusste aus Verbandskreisen seit frühem Nachmittag Bescheid, dass "sich die Anzeichen für Cortina verdichten". Die vierköpfige Spitze von DEB und DEL nahm sich Zeit, den perfekten Kandidaten auszuwählen – und fand beim EHC-Trainer mehrere überzeugende Argumente.

Cortina soll laut der Quelle ein schlüssiges Konzept vorgestellt haben. Nicht nur für die A-Nationalmannschaft, sondern auch für den reformbedürftigen Nachwuchsbereich. Dass er junge Spieler zu fördern weiß, das hat er in mehreren Fällen bereits bewiesen. Weiteres Argument: steht Cortinas Klub, bei allem Gefeilsche, uneingeschränkt hinter der Doppelfunktion des Trainers – von dieser Seite droht dem DEB kein Ärger.

Felix Petermann, EHC-Kapitän, hatte mit Cortina vor ein paar Tagen schon mal geflachst, dass sie bald auch bei Länderspielen aufeinander hocken könnten. Jetzt wird wohl ernst daraus. Er wollte noch nichts zu einem Bundestrainer Cortina sagen. Petermann am Sonntag: „Pat hält das Thema von der Mannschaft weg. Er wäre aber sicher ein guter Trainer.“ Und die Doppelfunktion? „Jeder weiß, dass Pat mit vollem Herzen beim EHC ist. Für uns würde sich nichts ändern.“ Am Freitag schon betonte Manager Christian Winkler, der Cortina zum Gespräch begleitet hatte, vor Journalisten: „Die Nationalmannschaft ist die wichtigste Mannschaft Deutschlands. Für den EHC wäre es eine Große Ehre, den Bundestrainer zu stellen.“ Dazu verteidigte Winkler die ehrenamtliche Verbandsspitze: „Draufhauen kann jeder leicht. Aber man muss es erst einmal besser machen.“ Und Winkler sagt zurecht: „Der letzte Bundestrainer (Jakob Koelliker; die Redaktion) ist auch gescheitert, weil er vom Umfeld überhaupt keine Chance bekam.“ Er galt als Übergangskandidat. Cortina sollte dank seinem Renomee und der harten aber gerechten Art fest im Sattel sitzen. Na denn: Burgfrieden für Cortina, die Team Germany und das Projekt Olympia 2014! Dafür hätte es das sonntägliche Schwankstück nicht mehr gebraucht.

wim

Wurfgeschosse in Stadien: Bierbecher, Sellerie, eine Katze und Dildos

1.4.2011: Beim Spiel St. Pauli gegen den FC Schalke 04 wurde Schiedsrichter-Assistent Thorsten Schiffner von einem Bierbecher getroffen. Das Spiel wurde abgebrochen. Hier sehen Sie weitere Geschosse, die auf Spielfelder jeglicher Sportarten geworfen wurden. Einige davon sind sehr skurril - aber gefährlich sind die meisten allemal. Also: Bitte nicht nachmachen! © Getty
Thorsten Schiffner war nicht der erste Schiedsrichter-Assistent, der von einem Becher getroffen wurde. 2006 streckte Kai Voss beim DFB-Pokal-Spiel zwischen Stuttgarter Kickers und Hertha BSC ein Bierbecher nieder. © getty
Deutschlands Torhüter bei der Weltmeisterschaft 1974 wurde von einem Gymnasiasten 1971 mit einem Messer beworfen. Er wurde aber - zum Glück - nicht getroffen. © dpa
Ein Motorroller im Stadion (hier mit Uli Hoeneß am Steuer) ist schon ungewöhnlich. Erst recht beim Mailänder Derby 2001: Dort versuchten Stadionbesucher einen Roller von der Tribüne zu werfen. © getty
Frank Baumann (M.) erwischte es während eines Bundesligaspiels. Er wurde im November 2008 von einem Handy-Akku getroffen. © getty
Im Carling-Cup-Finale 2007 zwischen dem FC Chelsea und dem FC Arsenal flog Sellerie von den Rängen. Arsenals Fabregas kann es nicht verstehen. Die Fans des FC Chelsea sangen bei fast jedem Spiel ein nicht jugendfreies Lied, in dem auch das Gemüse vorkommt. © getty
Beim UEFA-Cup-Spiel zwischen NEC Nijmegen und dem HSV traf Schiedsrichter Darko Ceferin ein undefiniertes Wurfgeschoss am Kopf. Das Spiel musste unterbrochen werden. © getty
Anders Frisk wurde beim Champions-League-Spiel zwischen AS Rom und Dynamo Kiew von einem Wurfgeschoss getroffen und musste mit einer Platzwunde vom Platz. © getty
Oliver Kahn traf am 12. April 2000 in Freiburg ein Golfball. Blutüberströmt musste er von Uli Hoeneß zurückgehalten werden, da er völlig außer sich war. © ap
FC Liverpool - AFC Sunderland im Oktober 2009: Ein großer roter Strandball wurde aufs Spielfeld geworfen. Dort landete er im Liverpooler Strafraum, wo der Ball einen Schuss unhaltbar für José Reina abfälschte. Das Spiel endete 0:1.  © getty
Halbfinale UEFA-Cup: Hamburger SV gegen Werder Bremen: Stand 1:2 für Bremen. Diese Papierkugel lenkte einen Ball entscheidend zur Ecke ab, die prompt das 1:3 für die Werderaner brachte. Trotz des Anschlusstreffers drei Minuten vor Schluss schied Hamburg aus. © dpa
Auch Toilettenpapier fliegt regelmäßig auf den Rasen. Hier beim Spiel FC Bayern gegen den 1. FC Nürnberg. Raphael Schäfer, Torhüter des "Clubs", zeigte sich aber unbeeindruckt. © getty
Im Carling-Cup-Halbfinale gegen den Ortsrivalen ManU wurde Craig Bellamy 2010 von einer Münze am Kopf getroffen. Eine heranfliegende Bierflasche flog knapp an ihm vorbei. © getty
Mailänder Derby 2005: Im Champions-League-Viertelfinale wurde AC Milans Torhüter Dida von Leuchtraketen getroffen und sank zu Boden. Das Spiel wurde abgebrochen. © dpa
Neben Leuchtraketen und einer Rumflasche warfen Zuschauer 2006 auch eine Katze auf das Spielfeld: Geschehen beim Derby zwischen Real Betis und FC Sevilla. © dpa
Viele Ratten wurden bei den Florida Panthers ab 1992 aufs Spielfeld geworfen. Grund: Scott Mellanby tötete eine Ratte in der Kabine mit dem Stock und traf danach zwei Mal. 1996 wurde diese Sitte verboten. © dpa
Super-League-Spiel zwischen Luzern und Basel am 7.November 2010: Fans des FC Basel warfen Tennisbälle auf das Spielfeld. Damit sollte gegen die frühe Anstoßzeit der Partie protestiert werden, welche auf Druck des Schweizer Fernsehens und wegen des Finals der Swiss Indoors in Basel vorverlegt wurde. © dpa
Ein Schweinekopf flog im Camp Nou beim "Clasico" zwischen Real Madrid und FC Barcelona aufs Spielfeld. Damit wollten die Fans von Barca ihre Meinung zum Wechsel von Luis Figo von Barcelona zu Real zeigen. © dpa
Stadionsitze sind, besonders in Südamerika, beliebte Wurfgeschosse. Allerdings auch in Europa kommt es vor, dass Sitze aufs Spielfeld fliegen, so auch 2000 beim Spiel Sevilla gegen Atletico Madrid. © dpa
Paul hatte Glück, in einem Aquarium zu leben. In der NHL wurden bei Siegen der Detroit Red Wings Tintenfische regelmäßig aufs Eis geworfen. Das hatte Tradition, da 1952 ein Besitzer eines Fischlokals immer ein Oktopus aufs Feld warf, der für die Play-offs einen Sieg bescheren sollte. Das schwerste Tier wog 25 Kilo. © dpa
Zahlreiche Dildos flogen im Oktober 2008 im Spiel zwischen AIK Stockholm gegen Leksand aufs Eis. Die Fans des Stockholmer Eishockey-Klubs zeigten damit ihren Unmut über Jan Huokko, der sich zum Jahresanfang einen Sexskandal leistete. © dpa

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