EHC-Coach Matthäus & sein Evangelium

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Lothar (hier noch mit Liliana): Immer wieder gern beim Eishockey

München - Was bringt die erste Spielzeit nach dem Aufstieg? In unserem Münchner Eishockey-Prognonsens wagen wir eine nicht ganz ernst gemeint Saison-Vorschau für den EHC München.

So, also erstes Vorbereitungs-Spiel am Freitag. Könnte der Anfang einer spektakulären Saison werden. Wir haben uns da schon mal unsere Gedanken gemacht. Bitteschön, hier ist er: der Prognonsens – unsere nicht ganz ernst gemeinte Saisonvorschau.

August: Der EHC startet furios in die Vorbereitung. Einem 5:0 gegen Augsburg folgt ein 6:1 gegen Hannover. Die anderen Testspiele enden noch deutlicher.

September: Pat Cortinas Wunsch, wie ein Fußballtrainer zu verdienen, erfüllt sich. Er wechselt zum TSV 1860 und ersetzt Reiner Maurer, der seinem Nachnamen allzu gerecht wurde und fünfmal 0:0 spielte. Als EHC-Trainer ist Lothar Matthäus im Gespräch.

Oktober: Manager Chistian Winkler vermeldet einen Top-Transfer: Alexander Owetschkin kommt zum EHC. Er will mit Freimarken für die Wiesn bezahlt werden. Dementsprechend spielt der russische Topstar – und ist mit Wiesn-Ende wieder weg. Matthäus ist weiter im Gespräch.

November: Der EHC ist immer noch trainerlos und rutscht in der Liga ab. Der FC Bayern weiß Loddar zu verhindern und schickt Dirk Bauermann zum EHC. Ab sofort spielen die FCB-Basketballer und die Eishackler nicht mehr nur gemeinsam in der Eishalle, sie trainieren auch zusammen. Der Plan misslingt. Der Puck wandert zwar flüssig durch die Reihen, doch die Bauermänner spielen zu körperlos. Lothar Matthäus bleibt im Gespräch.

Dezember: Winterpause in der Bundesliga. Cortina ist zu Gast beim EHC und nimmt gleich zwei Spieler mit. Der EHC verpflichtet NHL-Legende Craig Simpson als Chef-Coach.

Januar: Nach fünf Tagen wird Simpson wieder gegangen – weil er äußerlich an Ex-Pressechef Carsten Zehm erinnert. Matthäus wird Trainer: Der EHC ist Tabellenvorletzter. Stürmer Bryan Adams schreibt das wehmütige Lied „Summer of 2010“.

Februar: Ex-EHC-Trainer Cortina kämpft um den Aufstieg in die Bundesliga: 1860 – Augsburg. Wegen Lampenfiebers fallen zehn Löwen aus. Cortina erinnert sich an ­EHCler Hilpert, der zum Aufwärmen vor der Eishalle gegen das Leder tritt, läuft aus dem Olympiastadion, wo 1860 wieder spielt, runter zur Eishalle und nimmt ihn kurzerhand mit. Matthäus sauer: „Jetzt laufen mir sogar schon die Spieler weg!“

März: Die Fußball-Ligen stellen den Spielbetrieb ein – mangelndes Zuschauer-Interesse. Eishockey boomt: Playoff-Start. Der EHC steht als Nachrücker in der K.o.-Runde: Andere Klubs können die Prämien für den Playoff-Einzug nicht zahlen und gehen Konkurs.

April: Der EHC gewinnt und gewinnt, wie einst unter Cortina. Und jeder fragt sich: Wie macht der Lothar das? Matthäus verrät, dass er vor Spielbeginn immer aus seinem Evangelium vorliest.

Mai: Der EHC steht im Finale gegen Augsburg: Die Eishalle ist ausverkauft. Die Münchner Hoffnungen ruhen vor allem auf der BRD-Reihe: Bryan Adams, Ryan Ready und David Wrigley. Keine Angst vor Augsburgs Super-Torhüter Endras, Herr Wrigley? „Ach – die BRD hat doch früher oder später noch jede Mauer eingerissen.“ Weil die Fußballligen fünf Jahre pausieren (mangelndes Interesse, immer noch), steigt Roman Abramowitsch beim EHC ein. Er will Owetschkin zurückholen – Winkler lehnt ab: „Was will ich mit einem Owetschkin, wenn ich einen Buchwieser hab’?“

wim

Quelle: tz

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