EHC: Cortinas Lehren aus der Pleite in Hamburg

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Pat Cortina

München - Sie haben Zeit zum Nachdenken gehabt. Die EHC-Spieler und Trainer Pat Cortina fuhren nach dem 1:4 in Hamburg mit dem Zug heim. Was geht einem da alles durch den Kopf? Fragen wir nach.

Super-Start in die DEL – aber jetzt haben Sie in Hamburg mit 1:4 verloren…

Cortina: Irgendwie waren wir nicht bereit für dieses Spiel – und die Hamburger waren unter Druck, mussten gewinnen. Die haben von Anfang an Gas gegeben, wir hatten einen ganz schweren Beginn – und dann haben wir es nicht mehr geschafft, das Ruder noch rumzureißen.

Sie waren nicht bereit… Warum denn nicht?

Cortina: Da gibt’s eine ganze Reihe von Gründen. Zum Beispiel, dass wir am Freitag zuvor ein gutes Spiel hatten – und dachten, das geht jetzt einfach so weiter. Da waren wir ein bisschen zu selbstzufrieden. Außerdem ist der Rahmen, die DEL, immer noch neu für uns. Und wir hatten eine ungewohnte Anreise, sind mit dem Zug gefahren.

So weit – wäre da fliegen nicht besser gewesen?

Cortina: Wir müssen uns im Rahmen eines Budgets bewegen…

Was sagt das Hamburg-Spiel für die Zukunft?

Cortina: Ich weiß, dass es auch in Zukunft Spiele geben wird, die wir verlieren werden. Aber: Ich will nicht, dass wir nochmal auf diese Art und Weise verlieren.

Auf welche Art und Weise?

Cortina: In den ersten zehn Minuten waren wir nicht der EHC. Das hat nichts mit dem Körper zu tun, das ist Kopfsache. Es geht um die Einstellung – und da habe ich ein gutes Gefühl für die Zukunft. Die Spieler haben mir gezeigt, dass sie hart arbeiten wollen, dass sie nach dieser Niederlage sofort zurückschlagen wollen.

Am kommenden Wochenende gibt’s nicht zwei, sondern nur ein Spiel – nämlich am Sonntag gegen Nürnberg. Wie wirkt sich das auf die Vorbereitung aus?

Cortina: Für die Spieler ist das schön. Es gibt in dieser Woche ausnahmsweise zwei trainingsfreie Tage.

Sie bekommen Verstärkung. René Kramer kommt…

Cortina: Ja, das stimmt. Er stößt am Dienstag zur Mannschaft.

Was erwarten Sie von ihm?

Cortina: Wir holen ihn als Ersatz für den verletzten Daniel Hilpert. Unsere Art zu spielen erfordert unheimlich viel Energie – und dafür braucht man auch eine gewisse Anzahl von Spielern. Ich bin überzeugt davon, dass René gut ins Team passen wird. Er hat eine gute Ausbildung und die nötige Erfahrung, um uns helfen zu können.

Interview: hei

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