Der EHC im Datschi-Test

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Pat Cortina hat den EHC ins Finale geführt

München - Zwei bayerische Eishockey-Klubs im Finale – der EHC München in der Zweiten Liga, die Augsburger Panther in der DEL. Der tz-Vergleich.

Was kann der EHC, der ja immerhin aufsteigen will, von den Datschiburgern lernen? Und was verbindet die beiden Klubs jetzt schon?

Geschichte: Der AEV (Gründung 1878) ist der älteste Eissportverein Deutschlands. Triumphe sprangen noch nicht raus, die aktuelle Finalteilnahme ist der bisher größte Erfolg. Der EHC München wurde 1998 gegründet, scheiterte letztes Jahr im Zweitliga-Finale.

Echte Profis: Die Eishockey News zeichnete den EHC als professionellsten Verein der Zweiten Liga aus. Der sportliche Rahmen ist erstligareif, auf der wirtschaftlich-organisatorischen Seite gibt es noch einiges zu tun. Der AEV steht mit einem Etat von 3,4 Millionen Euro am Schluss des DEL-Rankings. Trainer Larry Mitchell und Manager Max Fedra haben das fehlende Geld mit Fleiß ausgeglichen: Sie reisen auf Spielersuche Tausende Kilometer umher.

Attraktivität für Spieler: Da hat Augsburg natürlich (noch) die Nase vorn. EHC-Manager Winkler lobt: „Augsburg hat wirklich eine sehr gute Mannschaft, die nicht grundlos im Finale steht.“ Die DEL lockt größere Namen an – und mehr verdienen können die Spieler bisher auch in Augsburg. Aber: Auch München genießt einen guten Ruf bei den Spielern. Erstens, weil der EHC für einen Zweitligaverein ordentlich zahlt. Zweitens, weil München eine attraktive Stadt zum Wohnen ist.

EHC: Fotoshooting mit Wiesn-Playmate

Strecke

Stadion: Die Münchner wollen ein neues, das Eisstadion stammt aus den 60er-Jahren und entspricht nicht mehr dem, was der EHC und die DEL sich wünschen. Aber vor Juli 2011 wird sich nicht viel rühren – dann fällt die Entscheidung, ob München die Winterspiele 2018 ausrichtet. Die Augsburger sind schon einen Schritt weiter, sie fangen am Saisonende mit der Modernisierung des Curt-Frenzel-Stadions an. Bislang war die Spielstätte noch an drei Seiten offen, wodurch oft eisiger Wind auf die Eisfläche blies.

Zuschauerpotenzial: Die Euphorie in Augsburg ist riesig. Das Stadion (rund 7800 Plätze) war während der Playoffs mehrfach ausverkauft. Der Schnitt in der K.o.-Runde: 6741 Zuschauer. Der AEV ist neben den Fußballern vom FCA wichtigster Verein. Zu Münchner Heimspielen kamen während der Saison 2320 Zuschauer pro Spiel, in den Playoffs sind es 2935. Im Vergleich zu den Vorjahren ist das ein Plus von etwa 300. Der EHC ist zusammen mit den Hachinger Volleyballern die Nummer drei in der Stadt hinter den Fußballklubs.

Am besten wär’s jetzt, Sie machen sich selber ein Bild. Zum Beispiel am Sonntag beim EHC, da steigt Spiel zwei gegen Schwenningen. Die tz verlost 3 x 2 Tickets, dazu noch drei Play-off-Shirts und drei Schals. SMS mit tz win EHC, Ihrem Namen und Ihrer Telefonnummer an die 52020 (50 Cent pro SMS). Einsendeschluss: Mittwoch, 12 Uhr mittags.

Martin Wimösterer

Quelle: tz

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