EHC will Schwung mitnehmen

Endspurt 2013: Drei Spiele, 18 Punkte

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Darren Haydar spielt erst im Januar wieder für den EHC.

München - Die drei Spiele, die der EHC München bis Neujahr noch zu absolvieren hat, sind für Trainer Pierre Pagé anstatt neun gleich 18 Punkte wert. Fehlen dabei wird Darren Haydar.

Darren Haydar und seine Frau sitzen im Feiertagsgewand vor einem Christbaum und blicken lachend zu ihrem Baby. Der Mann in Rot mit weißem Rauschebart in der Bildmitte hält Liam Joseph sicher. Das Foto entstand im Schweizer Kurort Davos, der höchstgelegenen Stadt Europas. Haydar feierte dort Weihnachten und stieg am Donnerstagabend mit dem Team Canada in den Spengler-Cup ein. Dem EHC München fehlt er darum bis Neujahr.

Haydar ist ein schmerzlicher Ausfall für den EHC, denn der Spielmacher hat nach der Geburt seines Sohnes zur Form gefunden. Er spielt nun mit Alex Barta und wechselnd Toni Ritter oder Jan Urbas in der Münchner Topreihe. Mittlerweile ist Haydar zweitbester Scorer im Team.

Das Durchstarten des schmächtigen Spielmachers ist sinnbildlich für den erstarkten EHC. Seit einem guten Monat punktet Pierre Pagés Mannschaft verstärkt und ist in den vergangenen Wochen mit sieben Siegen aus acht Spielen sogar das erfolgreichste Team der Liga gewesen. „Es war höchste Zeit, dass wir das Schiff aufs Meer bringen“, meint der Trainer. Durchatmen aber ist nicht!

In Erinnerung an das bierseelige Oktoberfest hält der Trainer die Weihnachtszeit für einen „gefährlichen“ Ausritt aus dem arbeitsamen Alltag beim EHC. Pagé baut darauf, dass die Spieler an Weihnachten nicht zu sehr geschlemmt haben. „Wir müssen Profis sein – auch zu Weihnachten. Wir müssen bereit sein“, fordert Pagé und spricht die anstehenden Aufgaben an. Die drei Spiele bis Neujahr seien, anstatt neun, gleich „18 Punkte“ wert: Am Donnerstag nach Redaktionsschluss kam Verfolger Augsburg zum Derby. Am Samstag fährt der EHC zu den Ingolstadt Panthern, ehe am Montag Krefeld in der Eishalle gastiert – direkte Konkurrenten im Kampf um die ersten sechs Tabellenränge. Mit Blick auf die direkte Play-off-Qualifikation und die zwei freien Plätze für die Champions League braucht der EHC jeden Punkt.

Klar, dass da Haydar fehlt. Aber der EHC hat seinem Stürmerstar dennoch freigegeben, denn der Spengler-Cup ist ein anerkanntes Turnier. Da ist es eine Ehre, mit einem Spieler vertreten zu sein. Der Cup findet seit 1923 statt und hat über die Jahre zahlreiche Stars gesehen – heuer kommt mit Sergej Fedorov von ZSKA Moskau ein weiterer hinzu.

wim

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