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EHC gewinnt auch Spiel zwei - Reise-Vorteil für den Meister?

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Von: Mathias Müller, Florian weiß

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EHC-Keeper Danny aus den Birken ließ die Bremerhavener, wie hier Jack Combs, verzweifeln.
EHC-Keeper Danny aus den Birken ließ die Bremerhavener, wie hier Jack Combs, verzweifeln. © GEPA Pictures

Bremerhaven - Der EHC Red Bull München ist auf Kurs Halbfinale. Auch beim zweiten Viertelfinal-Duell gegen Bremerhaven ging der Meister als Sieger vom Eis.

Für den EHC Red Bull München läuft alles nach Plan, am Freitagabend konnte der Meister auch das zweite Viertelfinal-Duell der Best-of-seven-Serie gegen die Fischtown Pinguins für sich entscheiden. In Bremerhaven siegte der Favorit verdient mit 3:0 (2:0, 0:0, 1:0).

Während die Red Bulls am Samstag bequem per einstündigem Charterflug in die Heimat reisen, bestiegen die Norddeutschen direkt nach der Partie um 1 Uhr mit der Niederlage im Gepäck den Mannschaftsbus, um gen Süden zu reisen, denn schon am Sonntag (16:45 Uhr, live auf Sport1) steht die dritte Partie der Serie an. Die Netto-Reisezeit der Pinguins für die 822 Kilometer beträgt mindestens siebeneinhalb Stunden. Mit an Bord: Ex-Münchner Kevin Lavallee, der seit Freitag wieder fit ist. Verärgert über die Reisestrapazen ist niemand, Aufsteiger Bremerhaven macht aus der (finanziellen) Not eine Tugend. Das Motto des Underdogs - „Busfahren ist für uns wie Doping“ - ist sympathisch. „Der Bus ist unser Wohnzimmer“, sagt Pressesprecher Alfred Prey.

Doch dieser Reiseumstand könnte trotzdem zum Vorteil für die Münchner werden. „Wir müssen schauen, dass wir ihnen ein intensives Spiel geben, dass sie es am Schluss merken“, erklärte Michael Wolf. „Ich denke, das ist im ersten und zweiten Spiel noch nicht so interessant, aber umso länger die Serie geht, umso mehr Vorteile können wir daraus ziehen.“ Ins dritte Spiel geht der somit wohl ausgeruhtere EHC nach dem Auswärtssieg also zusätzlich mit dem Rückenwind einer 2:0-Serienführung (Playoffs der DEL 2017: Termine, Regeln, Spielplan und Ergebnisse).

Abeltshauser wohl mit Nasenbeinbruch - dennoch traf er zur Entscheidung

Bereits nach 31 Sekunden gab es für den EHC in der mit 4643 Zuschauern ausverkauften Eisarena einen Schreckmoment: Jeremy Welsh checkte Konrad Abeltshauser etwas unglücklich von hinten, der Münchner knallte mit dem Gesicht gegen die Bande und blieb mit stark blutender Nase liegen. Als er mit fünf Stichen genähter Wunde und einem Vollvisier nach 15 gespielten Minuten auf die Bank zurückkehrte, führte sein Team bereits. Yannic Seidenberg hatte die fünfminütige Überzahl nach Welshs Hinausstellung genutzt und aus der Distanz eingenetzt (6.). Frank Mauer unterstrich die Dominanz der Red Bulls im ersten Drittel mit dem 2:0 per Abstauber (17.).

Im Mitteldrittel wurde Bremerhaven mit zunehmender Spieldauer besser, setzte die Red Bulls früher unter Druck. Auch Keeper Danny aus den Birken musste einige Male in höchster Gefahr die Zwei-Tore-Führung retten.

Das gleiche Bild bot sich den Zuschauern im Schlussdrittel – bis Vollvisier-Mann Abeltshauser mit dem 3:0 für die Entscheidung sorgte (54.). Matchwinner war aber EHC-Keeper Aus den Birken – er ist jetzt seit 103 Minuten ohne Gegentor gegen die Pinguins.

Florian Weiß, Mathias Müller

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