EHC-Kramer: Ick bin jetzt ein Münchner

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Rene Kramer (r., Archivfoto) ist jetzt Münchner

München - Rene Kramer ist der Neue beim EHC München, am Dienstag trainierte er zum ersten Mal unter Pat Cortina. Und hat endlich wieder Grund zu lachen.

In den letzten Wochen, sagt Eishockeyspieler Rene Kramer, „gab es für mich nicht viel zu lachen. Höchstens mal bei Stefan Raab. Ansonsten war eher Sauersein und Jobsuchen angesagt.“

Seinen neuen Coach und die Kollegen kennt er kaum, „aber ich habe vielmals gehört, dass es ein sehr gutes Team sein soll, auch charakterlich. Ich bin wirklich froh, in München zu sein.“

Eigentlich sollte Kramer die nächsten Spielzeiten ja in Kassel spielen. Bei dem Klub, der das hässliche Sommertheater veranstaltete: Die DEL hatte den insolventen Klub ausgeschlossen, die Huskies wollten sich zurückklagen. Monatelang hing alles in der Schwebe, erst kurz vor Saisonstart strich Kassel die Segel. Die Leidtragenden: Spieler wie Kramer. Sie mussten trotz aller Unsicherheit bei den Huskies bleiben, weil der Klub sie sonst hätte verklagen können. Kramer grummelt: „Lass uns über wat anderet reden. Det hab ick allet hinter mir jelassen.“ Sie hören es am jeschmeidijen Akzent: Kramer kommt aus Berlin. Dort hat er die viel gerühmte Nachwuchsschule der Eisbären durchlaufen, spielte später im DEL-Team. Viermal wurde er mit seinem Heimatklub Deutscher Meister. Sein damaliger Trainer Don Jackson schwärmte mal: „Kramer spielt unglaublich. Er ist schnell, fair und spielt einen guten Pass.“ So ganz gelang ihm der Durchbruch bei den Eisbären aber nicht. Er wurde erst nach Kassel ausgeliehen, später spielte er noch für Dresden. Nach München kommt er jetzt als Ersatz für den verletzten Daniel Hilpert. Es ging alles sehr schnell, erzählt Kramer, eine Wohnung hat er deshalb noch nicht. Die ersten Tage, bevor er ins Hotel zieht, wohnt er erst mal bei Familie Elwing. Torhüter Sebastian Elwing, auch ein Berliner, ist ein Bekannter aus der Zeit in Kassel. Seitdem sind sie befreundet. Als Kramer dem EHC zusagte, schrieb er Elwing gleich eine SMS.

Kramer ist dankbar, jetzt wieder sicheres Eis unter den Schlittschuhen zu haben. Am Sonntag gegen Nürnberg will er gleich zeigen, was er auf diesem Belag alles kann.

wim

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