EHC: So läuft die Kaderplanung

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Dieses Jahr hat der EHC mehr Zeit für die Zusammenstellung des Teams als im Vorjahr.

München - Bei der Zusammenstellung des neuen EHC-Kaders sind laut Manager Christian Winkler nur noch wenige Stellen offen. Zwei Zugänge stehen bereits fest.

„Viele Stellen sind nicht mehr offen“, sagt Christian Winkler mit Blick auf den neuen Kader des EHC München. Dieses Jahr hat der Manager mehr Zeit für die Zusammenstellung, da ja die Saison schon früher vorbei war als im letztjährigen Aufstiegsjahr. Mit Klaus Kathan und Jens Olssen stehen schon die ersten beiden Zugänge fest.

Der Kader-Check.

Torwart: Nationaltorwart Jochen Reimer kommt nach der Saison aus Wolfsburg. Nach Joey Vollmers Aus wird wohl Sebastian Elwing bleiben. Winkler sagt: „Er hat ein Angebot von uns vorliegen und ich denke, dass er das in den nächsten Tagen annehmen wird.“

Ein Blick ins Allerheiligste des EHC München

Werfen Sie mit uns einen kurzen Blick in die Kabine des EHC München. © Mathias Müller
Schon beim ersten Blick wird deutlich: Wie in der Kabine des FC Bayern sieht es hier nicht direkt aus. Jeder Spieler hat seine eigene kleine Holz-Nische. Die Namensschilder sind aus laminiertem Papier und über zwei Haken angebracht. In der Mitte des Raums: ein Einkaufswagen. © Mathias Müller
Ein paar Fußbälle dürfen aber dennoch nicht fehlen. © Mathias Müller
Bei Martin Buchwieser reibt man sich verwundert die Augen. An seinem Platz hängt ein Bild, auf dem er US-Präsident Barack Obama die Hand schüttelt. © Mathias Müller
Die Aufklärung: „Das haben mir die Jungs geschenkt. Meine Freundin ist Amerikanerin. Sie meinten, ich solle mir einen amerikanischen Pass zulegen, ... © Mathias Müller
... damit ich mit der Nationalmannschaft wenigstens mal was gewinnen kann. Denn gefälschten Pass gab’s übrigens gleich mit dazu“, so Buchwieser. © Mathias Müller
Bei Martin Schymainski lehnt ein ganz besonderes Bild an der Wand: es zeigt seinen guten Spezl Kevin Lavallee, der gerade seinen Bizeps mit einer Hantel stählt. Er trägt ein weißes Feinripp-Shirt. © Mathias Müller
Schymainski: „Wir sind seit drei Jahren beste Kumpel und gehen öfter mal zusammen essen oder shoppen. Im Moment sitzt mir Kevin noch gegenüber. Ich kann ihn also eigentlich immer sehen. Aber sollten wir mal nicht mehr zusammen spielen, dann wird das Bild noch wichtiger. Das kommt dann nämlich mit.“ © Mathias Müller

Verteidigung: Zwei der planmäßig vier Formationen sind bereits komplett. Sören Sturm hat Winkler überzeugt: „Wir haben ihm nach dem schweren Start unmissverständlich klargemacht, was wir von ihm erwarten. Das hat er tadellos umgesetzt.“ Auch Dave Reid hat „realistische Chancen“ auf Weiterbeschäftigung, obwohl sich Winkler auch nach anderen ausländischen Verteidigern umsieht. „Wir wissen um seine Verlässlichkeit. Er hat gut gespielt, aber auch noch Potenzial.“ Der Manager steht mit Reids Agenten in ständigem Kontakt. In gut einer Woche sei mit einer Entscheidung zu rechnen. Ein Kandidat in der Verteidigung ist auch Chris Heid von den Augsburger Panthern, wie der Manager auf Anfrage einräumt. Heid besitzt den deutschen Pass und gilt als robuster Stay-at-Home-Verteidiger. Für die Panther kam der 28-Jährige in dieser Saison auf 39 Einsätze und drei Torvorlagen. Er könnte beim EHC in der dritten Reihe zum Einsatz kommen, die bisher mit den Abgängen Patrik Vogl und Rene Kramer bestückt war. Die Kölner Haie bestätigten gestern, dass Kevin Lavallee vom EHC kommt.

Sturm: Acht Stürmer stehen schon fest. Zudem plant Winkler „fast sicher“ mit Dave Wrigley und einem zu ihm passenden Center. Auch bei Dylan Gyori stehen die Zeiger auf Vertragsverlängerung. Am Ingolstädter Bruno St. Jacques, der im Olympiapark gesichtet wurde, hat der Manager hingegen kein Interesse. U 20: Ab kommender Saison müssen mindestens zwei U 20-Spieler im maximal 21 Mann starken Spielberichtsbogen stehen. Winkler tingelt derzeit über bayerische Straßen und unterhält sich mit den Eltern der Talente. „Ich erkundige mich, wie sie zu der Karriere des Sohns stehen und ob die Eltern vielleicht zu viel Druck auf ihn ausüben könnten.“

Der Manager plant mit drei bis vier Talenten, die beim EHC unter Vertrag stehen, aber häufiger anderswo spielen werden. Sie sollen langfristig aufgebaut werden.


wim

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