EHC: Maurer & Co. bereit für den Saison-Endspurt

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Der Saison-Endspurt kann kommen.

München - Die Profis beim EHC München wissen: Die Intensität steigt, je näher die Playoffs kommen. Doch Spieler und Trainer sind vorbereitet auf die engen Spiele bis zum Ende der Punktrunde.

Uli Maurers linke Backe sieht seit Sonntag aus, als hätte er während des Rasierens mehrmals niesen müssen. Der EHC-Stürmer fuhr im Spiel gegen Nürnberg einen Check, doch zwischen ihm und Gegenspieler war noch der Schläger.. Maurer sagt nur: „Ja mei“. Er weiß, sein Team siegte 4:2 - und nur das ist wichtig im Moment.

Spieler und Trainer sind sich sicher: Das Spiel gegen Nürnberg war der Prototyp, wie die restlichen Partien der Punktrunde aussehen werden. Die Intensität steigt, je näher die Playoffs kommen. Freitagsgegner Berlin will als Tabellenführer in die Playoffs. Sonntagsgast Düsseldorf (16.30 Uhr, Eishalle) will die Saison mit den Pre-Playoffs retten. Jetzt wird härteres Eishockey gespielt, aber im Rahmen des Erlaubten. Am Sonntag saßen beide Teams nur zwölf Strafminuten in der Kühlbox. „Jede Mannschaft konzentriert sich, dumme Strafen zu vermeiden“, sagt EHC-Trainer Pat Cortina. Verteidiger Felix Petermann erwartet bis zum Ende der Punktrunde enge Spiele.

Ein Blick ins Allerheiligste des EHC München

Werfen Sie mit uns einen kurzen Blick in die Kabine des EHC München. © Mathias Müller
Schon beim ersten Blick wird deutlich: Wie in der Kabine des FC Bayern sieht es hier nicht direkt aus. Jeder Spieler hat seine eigene kleine Holz-Nische. Die Namensschilder sind aus laminiertem Papier und über zwei Haken angebracht. In der Mitte des Raums: ein Einkaufswagen. © Mathias Müller
Ein paar Fußbälle dürfen aber dennoch nicht fehlen. © Mathias Müller
Bei Martin Buchwieser reibt man sich verwundert die Augen. An seinem Platz hängt ein Bild, auf dem er US-Präsident Barack Obama die Hand schüttelt. © Mathias Müller
Die Aufklärung: „Das haben mir die Jungs geschenkt. Meine Freundin ist Amerikanerin. Sie meinten, ich solle mir einen amerikanischen Pass zulegen, ... © Mathias Müller
... damit ich mit der Nationalmannschaft wenigstens mal was gewinnen kann. Denn gefälschten Pass gab’s übrigens gleich mit dazu“, so Buchwieser. © Mathias Müller
Bei Martin Schymainski lehnt ein ganz besonderes Bild an der Wand: es zeigt seinen guten Spezl Kevin Lavallee, der gerade seinen Bizeps mit einer Hantel stählt. Er trägt ein weißes Feinripp-Shirt. © Mathias Müller
Schymainski: „Wir sind seit drei Jahren beste Kumpel und gehen öfter mal zusammen essen oder shoppen. Im Moment sitzt mir Kevin noch gegenüber. Ich kann ihn also eigentlich immer sehen. Aber sollten wir mal nicht mehr zusammen spielen, dann wird das Bild noch wichtiger. Das kommt dann nämlich mit.“ © Mathias Müller

In den Vorwochen verlor der EHC solche allesamt, gegen Nürnberg klappte es mit dem Sieg. Für Petermann lag der Schlüssel zum Sieg in der Reaktion auf den Gegentreffer zum 2:2: „Wir haben uns nicht verunsichern lassen. Am Schluss haben wir durch Moral und Emotion gewonnen.“ Der EHC liegt nach dem Sieg am Sonntag nun wieder auf einem Pre-Playoffplatz. Drei Punkte vor Platz elf, der den sofortigen Sommerurlaub bedeuten würde. Und Maurer? Den interessiert das alles nicht: „Am gescheitesten ist, man schaut nicht auf die Statistiken. Man muss einfach in jedem Spiel alles geben.“ Er weiß, wovon er redet.

wim

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