EHC München kassiert Tracht Prügel

EHC München Adler Mannheim
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Die Adler hatten das Spiel gedreht: Mannheim jubelt nach dem 2:3.

München - Bittere Niederlage für den EHC München: Die DEL-Spitzenpartie gegen den Rekordmeister Adler Mannheim verloren die Gastgeber deutlich. Dabei lagen die Münchner schon mit 2:0 in Führung.

Um es kurz und schmerzlos zu machen: Aus der Revanche für die 2:3–Niederlage gegen die Adler Mannheim zu Saisonbeginn wurde es nichts. Im Gegenteil: Der EHC München bezog eine ordentliche Tracht Prügel vom Rekordmeister. Am Ende hieß es 2:6 aus Münchner Sicht.

Dabei fing alles so gut an! Schon nach drei Minuten brachte Eric Schneider in Überzahl die Gastgeber mit 1:0 in Führung. In der Folge drückte der EHC Richtung Mannheimer Tor, griff sehr früh an. Und es zahlte sich aus: Mike Kompon staubte zum 2:0 ab (11.). Bis zur 15. Minute konnte man von einem Klassenunterschied zwischen Rekordmeister und Aufsteiger sprechen.

Doch es sollte anders kommen: Rene Kramer und Kevin Lavallee agierten ungeschickt in der Defensive und Nathan Robinson erzielte den Anschlusstreffer (16.).

Nach der Drittelpause sahen die 4.414 Zuschauer andere Mannheimer: Aggressiv spielend, drehten sie innerhalb von gut vier Minuten das Spiel. Zuerst glich Mario Scalzo in Überzahl aus (31.), danach traf James Pollock ebenso in Mannheimer Überzahl zum 3:2 – Münchens Ryan Ready, in dieser Partie unheimlich schwach, verpasste es dabei kurz zuvor völlig unbedrängt zu klären.

Unmut von der Münchner Bank zog sich das Unparteiischentrio zu: Beim 3:2 der Mannheimer saß Mike Kompon nach einem eher fragwürdigen Foul auf der Strafbank, die Schiedsrichter vergaßen es allerdings, zwei Mannheimer nach klaren Regelverstößen in die Kühlbox zu schicken. Doch kurz später war es für alles Lamentieren zu spät: Zwar hatte der EHC zu Beginn der letzten 20 Minuten noch eine Überzahl, doch dann schlugen die Gäste innerhalb von 19 Sekunden zweimal zu. EHC-Keeper Joey Vollmer sah beide Mal mehr als schlecht aus.

München kämpfte danach tapfer weiter – allein es brachte keinen Erfolg mehr. Im Gegenteil: Die Gäste kamen noch zum 6:2 (56.).

Zum ersten Mal seit über drei Monaten musste der EHC alle drei Zähler den Gästen überlassen. Das Gefährliche zu diesem Zeitpunkt: Durch die Erfolge der Verfolger in der Tabelle nähert sich der EHC ganz gefährlich dem zehnten Tabellenplatz. Dem letzten Rang, der zur Teilnahme an den Pre-Play-Offs berechtigt.

Patrick Malberg

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