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Jagd nach dem Cup …

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Haydar holte mit Chicago 2008 den ­Calder Cup, in der DEL gibt’s eine Medaille. © AFP

München - Nach zwei Jahren Pause ist der EHC München wieder in den Playoffs dabei. Himmlisch, findet der Klub und verteilt am Sonntag für eine entsprechende Choreographie blaue Lichter an die Eishallen-Besucher.

Sie ist 110 auf 55 Millimeter groß und 192 Gramm schwer. Sie ist aus massivem Messing, echt vergoldet und wird vom Metallexperten Stuco hergestellt. Sie ist das ultimative Ziel jedes DEL-Spielers. Wir sprechen von der Medaille, die jeder Spieler des Meisters bekommt. Diesen Sonntag geht die Jagd los!

Nach zwei Jahren Pause ist der EHC München, der am Freitag 2:3 n.P. in Augsburg verlor, wieder in den Playoffs dabei. Himmlisch, findet der Klub und verteilt am Sonntag für eine entsprechende Choreographie blaue Lichter an die Eishallen-Besucher. Um 14.30 Uhr fällt der Puck zum Anbully. Gegner ist der Vorrunden-Zehnte Iserlohn. Die weiteren Spiele der best-of-three-Serie sind am Mittwoch und am Freitag (falls notwendig). Die andere Pre-Playoff-Serie bestreiten Berlin und Ingolstadt.

Darren Haydar brennt auf die Endrunde, die Belohnung der Trainingsmühen. Am Freitag gegen Augsburg hat der EHC-Spielmacher nach einer kleinen Trainingsblessur noch ausgesetzt, doch den Playoff-Start will er sich auf keinen Fall entgehen lassen. „Ich mag die Playoffs. Ich hatte das Glück, früh in meiner Karriere einen Titel zu gewinnen. Und dieses Gefühl willst du jedes Jahr haben!“, sagt Haydar, der Juniorenmeister in Ontario war. Drei Ringe hat er in seiner Trophäensammlung. In Nordamerika sind die Teams verpflichtet, ihren Meisterspielern Titel-Ringe zu überreichen. In Deutschland ist es den Klubs freigestellt. Die Berliner Eisbären haben die Tradition aus Übersee übernommen. Ob der EHC zum Titel auch Ringe anfertigen würde, steht noch nicht fest.

Haydar meint, eine Medaille allein wäre auch schon was Feines. Aber bevor die Medaille um den Hals baumelt, muss erst einmal das Sportliche stimmen. Und auf dem harten und langen Weg dürfen die Münchner auf Haydar bauen. Der Spielmacher der Top-Reihe hebt seinen Punkteschnitt in den Playoffs stets nach oben und wird zum Playoff-Monster. Er meint, dass der Kopf eine große Rolle spiele. Durch den verkürzten Spielerhythmus fühle man das Spiel noch mehr, könne es besser lesen. Das schweiße das Team zusammen und gebe Selbstvertrauen. Haydar sagt: „In den Playoffs schaffe ich es, noch fokussierter aufzutreten.“

Und wie ist man in den Playoffs erfolgreich? Haydar: „Ich versuche, alles einfach zu halten, den Puck in Richtung Netz zu befördern.“ Und natürlich: Fehler minimieren. „Es geht darum, uns nicht selber ins Bein zu schießen, wie teilweise in der Vorrunde, als wir den Gegnern die Tempogegenstöße und Zwei-auf-Eins ermöglichten. Dann würde es schwer für uns. Aber ich denke, unsere Chancen stehen gut. Wir haben ein sehr talentiertes, versiertes, schnelles Team.“ Ab Sonntag gilt’s bei der Jagd nach dem Meister-Cup!

wim

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