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Diszipliniert in den Hexenkessel von Iserlohn

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Felix Petermann (vorne) im Duell mit Iserlohns Collin Danielsmeier.

München - Am Mittwoch kann der EHC RB München mit einem Sieg bei den Iserlohn Roosters das Viertelfinal-Ticket buchen. Doch dort erwartet das Pagé-Team ein Hexenkessel.

Die Nachricht ging im Freudentaumel ein wenig unter: Das 5:3 gegen Iserlohn am Sonntag war der 100. Sieg des EHC München in seiner DEL-Geschichte. Wichtiger als diese Marke war der Sieg an sich, die Münchner haben es nun am Mittwoch in der Hand, ins Viertelfinale einzuziehen.

Überbordend gefeiert haben die EHCler aber nicht. Sonst hätten sie es auch mit Trainer Pierre Pagé zu tun bekommen. Denn der erinnert sich noch an die Vorrunde, als sich seine Truppe nach starken Leistungen immer wieder Auszeiten nahm. „Das kann man sich in den Playoffs nicht erlauben“, sagt Pagé und warnt: „Nicht zu viel Spaß nach dem Sieg!“

Indirekt ist es für den EHC ja sogar ein gutes Zeichen, wenn Pagé vor zu viel Gaudi mahnt, und nicht – wie schon geschehen – zu mehr Freude. Denn dann hat die Truppe eine Menge richtig gemacht. Im ersten Spiel gegen Iserlohn passte viel. Während Iserlohns Trainer Jari Pasanen über den „energielosen“ Auftritt seiner Mannschaft grübelte, freute sich Pagé, dass seine Truppe die erfolgreichste Mannschaft 2014 bezwungen hatte: „Wir waren bereit.“ Gerade die Defensive, die Achillesferse des EHC, überraschte. Die beiden Verteidiger standen zumeist schnell tief, verstärkt durch einen zurückgeeilten Stürmer. „Ein paarmal haben wir’s anbrennen lassen, aber sonst haben wir das echt sehr diszipliniert gespielt“, befand EHC-Leitwolf Felix Petermann. Keine Strafminute stand zu Spielschluss für die Münchner zu Buche. Pagé bleibt sich aber treu und mahnt: „Nicht diszipliniert aufzutreten, würde in den Playoffs das Ausscheiden bedeuten.“ Mit Blick auf Mittwoch fügt er an: „Die Spieler dürfen das nicht vergessen.“

Der EHC war übrigens in seinen drei DEL-Jahren zuvor erst einmal in der Endrunde, diese Bilanz soll aufgemöbelt werden. Ewiger Playoff-Topscorer des Klubs ist weiterhin Uli Maurer mit einem Tor und drei Vorlagen. Der Kader der Münchner besitzt viel Playoff- und Titelerfahrung. Pagé baut darauf, dass die erfahrenen Spieler ihr Wissen weitergeben. Damit das Team weiter voll da ist, auch in kritischen Momenten. Und die sind im Hexenkessel von Iserlohn am Mittwoch zu erwarten.

wim

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