EHC zerlegt die Freezers

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Ryan Ready (l.) netzte bereits im ersten Drittel zweimal ein.

München - Zerlegt! Und zwar in alle Einzelteile. Das war es, was der EHC München am Donnerstagabend in der Olympiaeishalle mit den Hamburg Freezers veranstaltete. Die Revanche ist geglückt, die Kühlschränke wurden kaltgestellt.

7:4 hieß es am Ende vor 2.520 restlos begeisterten Zuschauern. Ohnehin als bester Aufsteiger seit Gründung der DEL ins Spiel gegangen, lief es diesmal genau anders als sonst. Wie zum Beispiel bei der 1:4-Niederlage der Münchner im ersten Zusammentreffen beider Teams vor wenigen Wochen im Norden. Diesmal verpennt die Mannschaft von Pat Cortina den Beginn nicht, sondern lag nach dem ersten Drittel durch Treffer von Martin Buchwieser, Bryan Adams, Stephane Julien und Ryan Ready (2) bei nur einem Gegentor mit 5:1 in Front. Bereits da stand die Eishalle schon Kopf, selbst von den sonst eher ruhigen VIP-Plätzen waren wurde lauthals gefordert: „Nur noch fünf!“ Gemeint waren natürlich weitere fünf Tore um somit dem Gegner mit einem zweistelligen Erfolg eine besondere Schmach zuzufügen.

Doch im zweiten Spielabschnitt schaltete München einen Gang zurück, ließ drei Hamburger Treffer zu und erzielte seinerseits nur zwei Tore (Kyle Helms und Eric Schneider).

Hamburg, das übrigens seit seinem ersten DEL-Jahr lediglich vergangene Saison nicht in die Play-Offs kam, spielte besonders im ersten Durchgang plan- und elanlos. Ob es daran lag, dass nur fünf Spieler aus dem Kader der vergangenen Saison verlängerten und 18 Spieler integriert werden mussten oder man München einfach unterschätze – für die Münchner Anhänger war es egal. Sie durften im letzten Spielabschnitt ein Gästeteam erleben, das sich fast aufgegeben hatte, der EHC spielte teilweise bei gleichen Mannschaftsstärken auf dem Eis Katz und Maus mit den Gegnern. Lediglich viele Tore wollten dabei nicht mehr fallen.

Beachtlich beim Aufsteiger: Lediglich einen Gegentreffer kassierte die Mannschaft in Unterzahl – und rangiert somit an Nummer zwei in der DEL. Große Freude herrschte auch bei EHC-Boss Jürgen Bochanski – nicht nur wegen der drei Punkte und geglückten Revanche für das verlorene Hinspiel: „Wenn wir mit einem Schnitt von 2.600 Zuschauern kalkulieren, dann sind mehr als 2.500 an einem Donnerstagabend gegen Hamburg der Ausdruck dessen, das Eishockey in München doch sehr viele Menschen interessiert.“

Patrik Malberg

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