Immerhin die ersten Tore 2012 ...

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EHC-Trainer Pat Cortina.

München - Der EHC hatte im neuen Jahr noch nicht getroffen, geschweige denn gewonnen. Am Sonntag kamen die Wolfsburger in die Eishalle – die Mannschaft mit den wenigsten Gegentoren und der Angstgegner des EHC (erst ein Sieg im Duell). Konnte das gut gehen?

 Schlussendlich verlor der EHC mit 2:4. Coach Pat Cortina nach dem Spiel: „Unsere Arbeitsmoral passte, aber die Wolfsburger wissen einfach, wie man solche engen Spiele gewinnt.“ Die Münchner waren lange dem Sieg näher, was ausgerechnet an zwei Ex-Wolfsburgern lag: Der Eine ist Jochen Reimer, der seit diesem Jahr das EHC-Tor hütet und selbst in auswegslosen Situationen noch die Scheibe fischt.

Wie nach 86 Sekunden! Da kratzte Reimer die Scheibe noch knapp von der Linie. Im ersten Drittel hatte er gut zu tun: Einmal musste er hinter sich greifen, gegen – wie sollte es anders sein – einen früheren EHC-Spieler (6. Minute): Christoph Höhenleitner, gebürtiger Dachauer, vollendete zum 0:1. Angestachelt vom Gegentor drängten Eric Schneider & Co. auf den Ausgleich!

In der 11. Minute zeigte Jan Benda, seine ganze Abgezocktheit – 1:1. Der Bann war gebrochen, das erste Tor 2012! Fünf Minuten drauf blieb Reimer im EHC-Tor cool, Sebastian Furchner vergab seinen Penaltyschuss. Im zweiten Drittel wurde die Partie ruppiger, der EHC konsequenter und offensiver. Uli Maurer und später Brandon Dietrich hätten den EHC in Front schießen müssen, so frei wie sie vorm Wolfsburger Kasten agieren durften. Doch sie brachten die Scheibe nicht über die Linie.

Wolfsburg hingegen nutzte eine seiner wenigen Chancen im zweiten Drittel. Pat Davis mit Tempo – 1:2 nach 25 Minuten. Doch der EHC hat ja da noch den zweiten Ex-Wolfsburger: Jason Ulmer. Der Spielgestalter ließ die Scheibe an der Blauen Linie tropfen, stahl sich zum Tor durch und traf per Nachschuss. Einfach, aber effektiv, wie es sich Pat Cortina wünscht. Trotzdem Wolfsburgs Bollwerk hielt und hielt.

Und als sich beim Vier-gegen-Vier Räume boten, staubte erneut Davis (55.) eiskalt zum 2:3 ab. In der Schlusssekunde traf John Laliberte ins leere EHC-Tor zum 2:4. Coach Cortina: „In kritischen Momenten war Wolfsburg besser.“ Also kein Sieg für den EHC. Aber immerhin gab es die ersten Tore 2012.

wim

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