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"Keine Angst, wir haben genug Talent!"

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Uli Maurer
Uli Maurer vom EHC München. © GEPA

München - Stürmer oder Verteidiger? Uli Maurer vom EHC München ist seine Rolle "komplett wurscht". Wie auch sein Scoring-Rekord, den er am Freitag im letzten Vorrundenspiel in Augsburg knacken könnte. Ein Interview über Erfolg.

Sie führen die Teamkasse. Wie viel Geld ist zu Vorrundenende drin?

Maurer: Nachdem die Einnahmen stark vom Erfolg abhängig sind, hält es sich im Rahmen. Wir hatten heuer sehr wechselhafte Leistungen.

Der EHC sollte in den Playoffs also weit kommen. Was steht denn eigentlich schon in Ihrem Trophäenschrank?

Maurer: Außer der DNL-Meisterschaft war ich bislang dreimal im Finale und jeweils Zweiter. 2007 mit Nürnberg, 2010 mit Augsburg. Wir gingen als Underdog ins Rennen und haben uns nur auf die nächste Runde konzen­triert. 2010 hatten wir nur Hammergegner. Aber bis wir schauten, hatten wir uns ins Finale durchgewurstelt.

Dann aber kamen Hans Zach und Klaus Kathan mit Hannover.

Maurer: Ja. Wir sind leider Gottes an deren Defensivsystem zerbrochen. Die Enttäuschung nach der Serie war groß, aber wie sie uns in Augsburg empfingen, war fast wie eine Meisterschaft. Um so was zu erleben, dafür macht man Sport!

Augsburg war über die Preplayoffs eingestiegen, wie heuer der EHC.

Maurer: Pre-Playoffs sind kein Nachteil. Wir spielen lieber, als dass wir trainieren.

Bevor es am Sonntag losgeht: Wie spielt man erfolgreiche Playoffs?

Maurer:  Man muss von Spiel zu Spiel schauen, Niederlagen abhaken können. Und Kleinigkeiten richtig machen. Das einfache Spiel suchen, taktisch richtig spielen, defensiv keine Fehler machen.

Unter der Saison verzweifelte der EHC oft an Defensivsystemen.

Maurer: In Playoff-Serien kann man sich besser auf den Gegner einstellen. Dann findet man was, wie man das System knacken kann. Angst brauchen wir keine haben. Talent haben wir genug.

Und Kraftlackel.

Maurer: Solche Leute sind extrem wichtig! Gerade Matt Smaby mit seiner Präsenz. Wenn man jeden zweiten Tag gegen so einen spielen muss, fährt man im dritten Spiel nicht mehr so hin, weil schon alles wehtut. Das setzt sich im Kopf fest. Also steht weiter auf der Liste der Kleinigkeiten: Jeden Check zu Ende fahren und dem Gegner zusetzen (grinst).

Am Freitag gegen Augsburg geht es um nichts mehr. Befürchten Sie, dass die Augsburger gegen den Erzrivalen schlägern?

Maurer: Ich hoffe nicht, weil bei uns einige schon Zehn-Minuten-Strafen haben und das sonst in die Playoffs übernommen würde. Ich denke, Augsburg wird ein faires Spiel liefern.

Interview: wim

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