EHC-Fluch geht weiter

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EHC-Torwart Sebastian Elwing kassiert ein Tor.

München - Der EHC München und der Fluch des Tabellenletzten. Bereits zum dritten Mal in Folge unterlag die Mannschaft von Trainer Pat Cortina in der heimischen Eishalle gegen ein DEL-Schlusslicht.

Die Iserlohn Roosters erfreuten sich einiger Gastgeschenke und siegten vor 3973 Zuschauern verdient mit 4:0. Besonders bitter: zwei Gegentore fielen jeweils kurz vor Ende eines Drittels. „In unserem eigenen Drittel haben wir nicht gut gespielt und zu viele Zweikämpfe verloren.

Das Spiel ohne den Puck war zu schwach“, resümierte Cortina. Die Gäste übernahmen, unter den Augen von Skistar Susanne Riesch, früh im Spiel das Ruder - sie wollten ihre letzte Möglichkeit nutzen, noch an die Playoff-Plätze ranzuschnuppern. Dementsprechend schwungvoll starteten sie in die Partie und gingen durch Hock (11.) mit 1:0 in Führung.

EHC Trainer Pat Cortina ratlos.

Zum Glück für die Münchner präsentierte sich immerhin Torhüter Elwing in gewohnt guter Form und verhinderte einen höheren Rückstand. Beim 2:0 durch Kavanagh (20.) kurz vor Ende des ersten Drittels war aber auch er machtlos. Im zweiten Drittel war vor allem eines auffällig: viele Strafzeiten auf beiden Seiten und ein kämpfender EHC.

Die Tore schoss aber Iserlohn: Wörle (26.) und Guiliano (40.) sorgten für klare Verhältnisse. Für Manager Christian Winkler war der vierte Gegentreffer die Entscheidung: „Das war der Knackpunkt. Wir greifen an, geben alles und dann bekommst du so ein Gurkentor im vierten Nachschuss.“

Die Münchner scheiterten immer wieder am Goalie Manny Legace. Für den EHC ein enttäuschender Abend, auch wenn man in München auf hohem Niveau leidet. Das wissen die Fans, die diese Niederlage richtig einzuschätzen wussten und ihren EHC feierten. Viel Zeit zum Trübsal blasen haben die Münchner nicht. Bereits morgen muss die Cortina-Truppe in Mannheim ran - die sind wenigstens nicht Tabellenletzter.

Mathias Müller

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