Der Null-Tore-Keeper muss zittern

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Sebastian Elwing.

München - Was für ein Knallerabend: Erst heizte die Spider Murphy den Fans ein, dann gab der EHC den Lausitzer Füchsen Zunder: 6:0 zum Playoff-Auftakt – und jetzt soll’s weiter krachen.

Am Freitag in Weißwasser muss der nächste Sieg her! Und dann dürften wieder die Keeper im Mittelpunkt stehen, so wie am Dienstag. Sebastian Elwing hielt seinen Kasten sauber – und schnaufte danach richtig durch: „In einem solchen Spiel ist es sehr schwer, viel schwerer als in einem Spiel, in dem man andauernd beschossen wird. Du musst, obwohl der Gegner nicht andauernd vor deinem Kasten aufkreuzt, die Konzentration hochhalten.“ Fokussiert bleiben, das ist das Geheimnis – aber es ist keine Einsatzgarantie für Elwing.

Denn Torhüterkollege Joey Vollmer steht parat. Manager Christian Winkler über die beiden Schlussmänner: „Wir haben zwei tolle Keeper, eigentlich gleich stark. Es entscheidet immer die Tagesform, wer spielt.“ Und am Freitag in Weißwasser wird es wohl Joey Vollmer sein, denn, so Cortina: „Joey hat die beiden Auswärtsspiele dort während der Saison gut gehalten.“ Den Grund, warum er am Dienstag nicht im Tor stand, erklärt Winkler: „Im Trainingslager in Italien hat Elwing einen stärkeren Eindruck gemacht, außerdem kam mir Joey gesundheitlich leicht angeschlagen vor, er hatte rote Augen.“

Doch von einem Platz auf der Bank am Freitag will wiederum Elwing nichts wissen: „Ich bereite mich so wie immer auf das Spiel vor, so als wäre ich aufgestellt.“ Eine Kriegserklärung an Kollegen Vollmer? Nein, allerdings eine sehr professionelle Einstellung, die Elwing begründen kann: „Was ist los, wenn Joey aufgestellt ist, und ich ihn plötzlich aus irgendeinem Grund vertreten muss? Wenn ich dann nicht voll da bin, ist die Hölle los und die Mannschaft leidet darunter.“

Und wie ist es um das Verhältnis zu Vollmer bestellt? Elwing: „Wir sprechen miteinander – aber nicht gerade darüber, warum der eine spielt oder der andere nicht.“ Bleibt die Frage, wie Vollmer seinen Platz auf der Bank wahrnahm: Mit einem breiten Grinsen nach dem Spiel. „Der Trainer hat das so entschieden und damit ist das in Ordnung.“ Er weiß, dass sein nächster Einsatz kommen wird. Schon bald. Und dann hat er natürlich einen großen Ansporn: ebenfalls wie Kollege Elwing keinen Treffer zu kassieren.

Matthias Würfl

Quelle: tz

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