Packung für den EHC

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EHC-Coach Pat Cortina hatte wenig Grund zur Freude.

Iserlohn - Der EHC musste am Montagabend eine herbe Schlappe bei den Iserlohn Roosters hinnehmen. Das Ergebnis höre sich brutal an, sagte Manager Christian Winkler. Doch die Münchner hätten das Spiel auch gewinnen können.

Die gute Nachricht lieferte der EHC München schon am Sonntag Vormittag. Stephane Julien und Eric Schneider stehen im vorläufigen Kader Kanadas für den Deutschland-Cup. Eine Ehre für die beiden Spieler – und für den Klub. Am Abend aber kam die schlechte Nachricht: Der EHC verlor mit 0:5 bei den Iserlohn Roosters.

„Das hört sich brutal an“, sagte Manager Christian Winkler nach Spielschluss. „Es war sicher kein 0:5-Spiel. Und es hätte ja auch ganz anders laufen können.“

Erste Minute: Martin Buchwieser passte zurück an die Blaue Linie, Julien hämmerte die Scheibe ins Netz. Das 1:0 - dachte auch Winkler. Doch die Schiedsrichter winkten ab, angeblich hatte der Puck vor dem Schuss das Angriffsdrittel verlassen.

München reagierte zornig, kam zu einigen Chancen. Schneider vergab frei vor dem Iserlohner Gehäuse (14.). „Wir machen das Tor nicht, und irgendwann rächt sich das“, meinte Winkler.

Im zweiten Drittel mussten innerhalb von sieben Minuten drei Münchner auf die Strafbank. Und beim dritten Mal bestraften das die Iserlohner: Adrian Veideman schoss zum 1:0 ein (34.). Nur eine knappe Minute später vertändelte der EHC die Scheibe, Jimmy Roy erhöhte auf 2:0.

Winkler: „Dann ist uns das Gas ausgegangen. Es war das vierte Spiel in sieben Tagen. Ich will nicht jammern, aber bei unserem dezimierten Kader schlägt das schon rein.“

Der EHC versuchte es weiter, aber mit den müden Beinen sprang wenig Zwingendes heraus. Manny Legace im Roosters-Tor wirkte zwar nicht immer so sicher, wie man es von einem Stanley-Cup-Sieger erwarten würde. Doch die Münchner Bemühungen waren zu ungefährlich, um Legace zu überwinden.

Es sollte auch im letzten Drittel nichts mehr werden. Der EHC blieb zum ersten Mal in der DEL ohne eigenen Treffer. Wer traf, das war Michael Wolf. Knapp zehn Minuten vor Ende nutzte er ein Überzahlspiel zum 3:0. Und der Nationalspieler schoss dann sogar noch zum 4:0 (55.) und erneut in Überzahl zum 5:0 (60.) ein.

Kurz vor Schluss gewannen die Münchner dann zumindest eine Massenschlägerei. Jedoch bekam Ryan Ready wegen eines angeblichen Faustschlags eine Matchstrafe. Winkler: „Wir werden das Video analysieren und prüfen, ob wir einen Einspruch gegen die Strafe einlegen.“ Sollte die Strafe bestehen bleiben, wäre Ready im nächsten Spiel gegen Augsburg gesperrt. Für das Bayern-Derby am kommenden Freitag (20.20 Uhr, Eishalle) sind noch Restkarten erhältlich.

wim

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