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EHC: Folgt Krueger jetzt auf Pagé?

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Der Wunsch­kandidat: ­Ralph ­Krueger. © imago sportfotodienst

München - Es war ein enttäuschendes erstes Jahr des EHC München nach dem Einstieg des Red Bull-Konzerns. Jetzt steht Pierre Pagé, Trainer und Projektleiter, auf der Abschussliste.

Missverständnisse, Meuterei, Misserfolg: Es war ein enttäuschendes erstes Jahr des EHC München nach dem Einstieg des Red Bull-Konzerns. Jetzt steht Pierre Pagé, Trainer und Projektleiter, auf der Abschussliste.

Beim EHC hätte er laut tz-Informationen noch zwei Jahre Vertrag. Gegen ein Weiterwirken spricht aber der Misserfolg des Teams – nach den Pre-Play-offs war trotz DEL-Spitzenetat schon Schluss. Auch den Fan-Frust und Pagés fortwährende Probleme mit den Spielern hat man in Salzburg zur Kenntnis genommen.

Und billiger wird der Kader deshalb auch nicht: Einige Stars gingen lieber zur (schlechter zahlenden) Konkurrenz – weil dem 65-jährigen Pagé der Ruf als eigenwilliger Schleifer vorauseilt. Diejenigen, die trotzdem unterschrieben haben, werden, so berichten Spielerberater, über Marktwert entlohnt.

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Die Luft wird dünn für Pierre Pagé. © Gepa

Pagé spricht, dass die genannten Probleme RB schon in ähnlicher Form aus Salzburg bekannt waren – und man den Kanadier trotzdem an sich band. Dazu hat er das RB-Eishockey-Modell mitgegründet, das im Jugendbereich im Sommer seinen ersten Höhepunkt erfahren wird: Dann wird die üppige Nachwuchsakademie in Salzburg-Liefering fertig, aus der Fußball- und Eishockeyprofis erwachsen sollen. Laut SZ könnte Pagé dort weiterwirken.

Wunschkandidat auf Pagés Nachfolge ist ­Ralph Krueger. Der 44-jährige Deutsch-Kanadier hat sich als Coach der Schweizer Nationalmannschaft einen exzellenten Ruf erarbeitet, der ihn 2012 sogar einen Cheftrainerposten beim NHL-Klub Edmonton Oilers einbrachte. Zuletzt gewann Krueger als Sonderberater mit der kanadischen Auswahl in Sotschi Gold.

Problem allerdings: Derzeit ist Krueger im Fußball tätig. Seit März ist er Vorstandsvorsitzender beim FC Southampton. Für den ehrgeizigen Krueger wäre es ohnehin ein Rückschritt, in die DEL zu wechseln. Vor einem Jahr gab er schon Serienmeister Eisbären Berlin einen Korb und folgte nicht Don Jackson nach, der zum RB-Klub Salzburg wechselte. Gerüchtehalber heißt es, dass Jackson (57) nun Pagé in München beerben soll. Weitere Kandidaten sind Larry Huras, der beim EHC in dieser Saison schon vorübergehend als Mediator zwischen Pagé und der Mannschaft fungierte, und Co-Trainer Helmut de Raaf.

wim

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