EHC: Ruhe vor dem Sturm

München - Das ist alles äußerst ­kalorienbewusst abgelaufen. Als der neue EHC-Spieler Dominic Auger am späten Sonntagabend mit ein paar Teamkollegen zum Essen ging, gab’s einen Caesar’s Salad.

Und als Beilage angeregte Gespräche über das, was kommen soll in den nächsten Wochen… Trotz der 1:2-Niederlage nach Penaltyschießen gegen Crimmitschau ist der Optimismus beim EHC ungebrochen. München ist immer noch Tabellenführer, mit 69 Punkten. Die Verfolger Schwenningen (65), Bietigheim (62) und Ravensburg (57) haben zuletzt allesamt ebenfalls verloren. Die Ausgangslage passt also.

Die Ruhe vor dem Sturm – genau nach dem Geschmack von Pat Cortina. Der Befehl des EHC-Trainers an seine Truppe: „Ruht euch gut aus! Uns steht ein großer Monat bevor.“ Geht schon am Freitag los mit dem oberbayerischen Derby beim SC Riessersee. Später gibt’s dann unter anderem noch Heimspiele gegen Bietigheim (15. Januar) und Ravensburg (24. Januar). Und: Die Einstellung der EHC-Spieler passt auch! Cortina war mit der Crimmitschau-Pleite zwar nicht zufrieden – aber er war auch nicht unzufrieden: „Ich kann mich nicht über mangelnden Einsatz oder fehlende Disziplin beschweren. Vielleicht hätten wir es dem Gegner im zweiten Drittel ein bisschen schwieriger machen können.“

Und Manager Christian Winkler sagt: „Wir haben schon schlechter gespielt und gewonnen. Ich sehe das Ganze mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zwar haben wir zwei Punkte verloren – aber es besteht auch nicht die Gefahr, dass wir zu einem Höhenflug ansetzen. Es ist gut, dass uns die anderen Mannschaften im Nacken sitzen.“ Wobei Winkler eigentlich eh ungern auf die Konkurrenten schaut. Er sagt: „Uns interessiert, was wir machen – und nicht so sehr, wie sich die anderen schlagen“. Das Mia-san-mia Gefühl, wie beim FC Bayern!

Und: Am Freitag in Garmisch gibt’s vielleicht sogar noch mehr von diesem Gefühl – weil dann nämlich auch wieder mehr Spieler einsatzfähig sein sollen… Manager Winkler: „Bis dahin wird sicherlich auch der eine oder andere Verletzte wieder fit sein.“ Wunderbar. Neue Power – für den Sturm nach der Ruhe…

Matthias Würfl

Quelle: tz

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