EHC siegt in 194 Sekunden

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Jochen Reimer hielt mal wieder überragend.

München - Ein heißer Tanz war das am Sonntag Abend zwischen dem EHC München und den Nürnberg Ice Tigers. Ein Drama, der seine Krönung artgerecht gegen Ende fand.

 Uli Maurer scheiterte an Nürnbergs Torwart Patrick Ehelechner (48.), im Gegenzug Witali Aab an Münchens Jochen Reimer. Wieder auf der anderen Seite traf Mike Kompon zum 2:1. Doch nur eine Minute drauf glich Greg Leeb aus. Doch in den letzten 194 Sekunden schoss sich der EHC noch zum 4:2-Sieg!

Die Münchner spielten die beste Partie im neuen Jahr und heimste verdient den ersten Dreier ein. In den vier Spielen zuvor war das Team nicht in die Gänge gekommen. Der neue Teambus, Symbol für einen neuen Aufbruch, stand vor der Halle und MAN-Vorstandschef Georg Pachta auf der Tribüne. Er sah ein Highspeed-Spiel. EHC-Trainer Pat Cortina baute nach drei torlosen Partien im neuen Jahr seine Angriffsreihen um. Den meisten Sturmwirbel beim EHC verursachte zuerst die nominell zweite Reihe: In der achten Minute ließ Maurer die Scheibe tropfen. Klaus Kathan nahm sie auf, zuckerte einen Pass vors Tor - Jason Ulmer staubte zum 1:0 ab. Brilliant!

Vorsicht war den Münchner trotz der Führung geboten: Die Nürnberger kennen das ja, schlecht zu starten und dann Gas zu geben. Mittlerweile gehören die Ice Tigers zu den fleißigsten Punktesammlern! Und auch in München hielten sie gut mit. Die Verteidiger beider Lager, auf EHC-Seite vor allem Jens Olsson, sorgten mit klugen, öffnenden Pässen für zügiges Spiel und viele Chancen. Reimer und Ehelechner bewiesen, dass sie zu den Besten der Torhüterzunft gehören - sowie die Stürmer, dass sie überdurchschnittlich viele Chancen brauchen. „Jochen (Reimer, d. Red.) war heute herausragend“, sagte EHC-Trainer Pat Cortina. „Wir sind an seinem Paraden gewachsen.“

Er rettete etwa im 1:1 gegen Nürnbergs Serienscorer Yan Stastny (23). Doch sieben Minuten später hatten die Franken Überzahl: Rob Leask - hinten machte der 40-jährige Brocken Buchwieser das Leben schwer - traf zum 1:1. Dann folgte das Drama  am Schluss, mit der erstklassigen ersten EHC-Reihe: 194 Sekunden vor Ende legte Olsson auf Martin Buchwieser, der auf Eric Schneider - 3:2. Buchwieser schoss 50 Sekunden vor Schluss noch das 4:2 ins leere Tor! Trainer Pat Cortina: „Ein großer Sieg für uns!“

wim

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