Blitztransfer: Neuer Stürmer für vier Wochen

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Trainer Pat Cortina hat jetzt wieder eine Alternative mehr für die ANgriffsreihen.

München - Der EHC München hat auf die Verletztenmisere im Angriff reagiert und hat einen Stürmer verpflichtet. Der neue Mann erhält aber nur einen Kontrakt über vier Wochen.

Am Nachmittag ging dann alles ganz fix. Christian Winkler hatte sich den ganzen Tag nach einem neuen Spieler umgeschaut. Die Verletztenmisere seines EHC München zwang den Manager dazu. Um halb drei war Winkler noch auf der Suche nach „einem jungen Spieler, der die Herausforderung sucht und für kleines Geld spielt.“ Eine Stunde später vermeldete er dann schon Vollzug: Kyle Helms kommt.

Der 24-jährige Stürmer spielte vorige Saison für Zweitligist Ravensburg und brachte es in 25 Spielen auf elf Tore und 18 Vorlagen. Im Sommer sollte der Deutsch-Kanadier eigentlich für zwei Jahre zu den Hamburg Freezers wechseln – bestand dort aber die medizinischen Tests nicht. Angeblich litt er weiterhin an Schulterproblemen.

Helms selbst geht mit seinem EHC-Gastspiel auf alle Fälle volles Risiko. Zweitligist Hannover Indians hatte ihm einen Vertrag bis zum Saisonende angeboten. Winkler: „Er will sich bei uns präsentieren und vielleicht dem ein oder anderen etwas beweisen.“ Sein Vertrag beim EHC läuft nur vier Wochen, bis zur Ligapause. „Danach sind wir hoffentlich wieder komplett“, sagte Winkler. Und sollte der Medizin-Check am Montag bei Dr. Robert Kilger negativ ausgehen, wäre der Vertrag hinfällig. Helms war zuletzt vereinslos und war laut Winkler „absolut erschwinglich“. Das Risiko für den EHC bleibt also überschaubar.

Helms soll schon heute in Nürnberg zum Einsatz kommen, wenn der EHC das Okay von Liga und kanadischem Verband bekommt. Dann könnte Helms laut Winkler zusammen mit seinem guten Freund David Wrigley und Brandon Dietrich zum Einsatz kommen. Dietrich ist einer der Führungsspieler und sieht seinen ersatzgeschwächten EHC „an diesem Wochenende vor einer echten Herausforderung. Wir alle müssen noch einmal einen Gang höher schalten. Wir müssen zeigen, aus welchem Holz wir geschnitzt sind.“ Geht es nach Manager Winkler, dann hat Dietrich das Zeug dazu. „Ich mag seine Art, Eishockey zu spielen. Und er ist in der Liga schon ganz gut angekommen.“

Jetzt darf auch Kyle Helms sich auf seiner Reise in Richtung DEL beweisen…

Martin Wimösterer

 

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