1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. Eishockey

„Fürs Gewinnen gibt es kein Limit“

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Durcheinander geraten: die Münchner Boyle, Wolf und Matsumoto bei der 1:2-Heimniederlage gegen Nürnberg.
Durcheinander geraten: die Münchner Boyle, Wolf und Matsumoto bei der 1:2-Heimniederlage gegen Nürnberg. © dpa

München – Gegen seine Verfolger Nürnberg und Köln hat der EHC München alle sechs Spiele verloren.

Manchmal stellt sich Don Jackson vor die Mannschaft und vermittelt seine Weisheiten. Sätze, die haften bleiben. Zum Beispiel: „Fürs Gewinnen gibt es kein Limit.“ Frank Mauer, Stürmer des EHC München, sagt: „Diese Einstellung klingt gut.“ Er erklärt sicherheitshalber, was sein Trainer meint: Dass es nicht schade, immer wieder den Sieg anzustreben, und dass es nicht sein müsse, zwischendurch zu verlieren, nur damit man nicht verdächtig viele Erfolge in der Bilanz stehen hat.

Gerade in eine solche Phase, in der die Ergebnisse nicht stimmen, ist der EHC aber geraten. Von sechs Spielen seit Neujahr hat er vier verloren, in der Tabelle liegt er nur noch einen Punkt vor Nürnberg und sechs vor Köln, das ein Spiel weniger bestritten hat. Wie aber gesagt: Das Nachlassen ist keine Strategie (Motto: man muss ja mal eine schwächere Zeit haben, dann lieber in der Hauptrunde versteckt, als dass sie in den Playoffs zutage tritt).

Was auffällt: Jeweils drei Partien gegen seine Hauptrivalen Nürnberg und Köln hat der EHC absolviert – und alle verloren. Ein Anlass zur Sorge? Nicht für Don Jackson, der zuvorderst „auf die Arbeitsethik und die Gewohnheiten der Spieler“ achtet und findet, da sei alles okay. „Es waren alles knappe Niederlagen“, sagt Frank Mauer zu dem Sechser-Pack, „meist mit einem Tor, mal mit zweien. Es hätte immer auch andersherum ausgehen können.“ Bei der 1:2-Niederlage gegen die Nürnberg Ice Tigers sah Jackson „zwei hervorragende Drittel meiner Mannschaft. Nürnberg hatte den besseren Start und das bessere Ende.“ Wie wahr: Die Treffer der Franken fielen nach 34 Sekunden und 58:06 Minuten. Der Siegtreffer durch David Steckel: „Ein schmutziges Tor“, so Münchens Verteidiger Konny Abeltshauser. „Eines, auf das auch wir gehofft haben“, meint Jackson.

Dem Coach war es auch im 38. Spiel der Saison nicht vergönnt, den vollen Personalbestand zur Verfügung zu haben. Zwar kehrte am Wochenende Steve Pinizzotto zurück und war neben dem noch kranken Dominik Kahun nur noch Joachim Ramoser (nach Kreuzbandriss wieder im Mannschaftstraining, aber noch ohne Körperkontakt) auf der Ausfallliste - doch beim ersten Wechsel in Düsseldorf (7:3-Sieg für den EHC) bekam Jung-Nationalspieler Maxi Kastner einen Check ab, der ihn ins Krankenhaus beförderte. Er hat eine Gehirnerschütterung, diese Woche sind Tests angesetzt, danach wird man wissen, ob er bald wieder mitspielen kann oder weiter aussetzen muss.

Seit drei Spielen wieder dabei ist Frank Mauer. Sein rechtes Knie ist noch getapt und verlangt spezielle Aufwärmarbeit, „doch das Vertrauen, dass es hält, kehrt zurück“, sagt Mauer. Der Meister der Jahre 2015 (Mannheim) und 2016 hat im vierten Sturm wieder anfangen müssen: „Ich sehe es als nicht als Degradierung – ich genieße noch Welpenschutz.“

Auch interessant

Kommentare