EHC München: Lockerer Einzug ins Halbfinale

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Pat Cortina mag Schweinebraten.

Weißwasser - Zwölf Uhr mittags im Bus des EHC München. Schlafenszeit. Die Spieler ruhen sich auf der Fahrt zum Spiel in Weißwasser, rund 550 Kilometer entfernt, aus. Kräftesammeln für das vierte Spiel im Playoff-Viertelfinale.

Die drei Begegnungen zuvor hatte der EHC schon gewonnen, mit dem 6:1-Sieg in der Partie am Dienstag Abend in Weiswasser haben sich die Münchner für das Halbfinale qualifiziert. Der Lohn von Trainer Pat Cortina: Er hat der Mannschaft einen trainingsfreien Mittwoch geschenkt. „Die Spieler sind in den vergangenen zwei Wochen sehr konzentriert gewesen“, hat auch Christian Winkler festgestellt. Der sportliche Leiter des EHC ist mit den Leistungen der Mannschaft sehr zufrieden.

„Torwart, Verteidigung, Sturm – alle drei Mannschaftsteile funktionieren. Das einzige, das uns noch ein bisserl fehlt, ist die Konstanz, unsere Dominanz über das ganze Spiel zu zeigen. Wir wissen, was wir können.“ Dementsprechend selbstbewusst und locker sind die Münchner derzeit abseits der Eisfläche. Vor Ostern wollen Chris Bahen & Co. auf alle Fälle schon für die nächste Runde qualifiziert sein und sich dann konzentriert aufs Halbfinale vorbereiten. Nur am Ostersonntag ist trainingsfrei.

Gibt’s einen Wunschgegner im Halbfinale? „Klar schaut man auch auf die anderen Serien“, sagt Winkler. „Aber wer auf uns zukommt, das ist egal. Die vier Halbfinalisten werden auf einer Augenhöhe sein.“ Co-Trainer Peppi Heiß hofft, dass sich „unsere möglichen Gegner noch gegenseitig in ein paar zusätzlichen Spielen aufreiben“. Selbst, wenn nicht – wurscht is’. Die Münchner vertrauen ohnehin ihren eigenen Fähigkeiten – und Pat Cortina zudem auf die Kräfte des bayerischen Essens: Der Trainer hatte auf der Busfahrt Schweine­braten mit Knödel und Blaukraut gegessen. „Wie vor jedem Spiel, da ist er abergläubisch“, sagt Winkler. Die Spieler, erwacht vom Nickerchen, bekamen Putengeschnetzeltes serviert. Apropos Kohldampf: Heiß hat beobachtet, dass „die Spieler unbedingt besser sein wollen als in der Vorsaison. Sie sind hungrig.“ Der Pokal, meint Winkler, war der Appetitmacher, die Vorspeise. „Der Hauptgang soll noch folgen.“

wim

Quelle: tz

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