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EHC: Wer wird gehen?

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Pierre Pagé führt ein hartes Regiment beim EHC Red Bull München. © Gepa

München - Die Saison ist für den EHC München gelaufen, diese Woche steht die Aufarbeitung des Pre-Playoff-Debakels an. Wer bleibt, wer geht? Die tz macht den Kader-Check.

Die Saison ist für den EHC München gelaufen, diese Woche steht die Aufarbeitung des Pre-Playoff-Debakels an. Zwischen dem Nachtreffen am Montag und der Saisonabschlussfeier mit den Fans am Samstag führen die Klubchefs nun mit den Spielern (unangenehme) Einzelgespräche. Wer bleibt, wer geht? Die tz macht den Kader-Check.

Diese Spieler bleiben sicher: Hier finden sich die, mit denen der EHC bereits Verträge abgeschlossen oder unterschriftsreif ausgehandelt hat. Die Verträge von Topscorer Alex Barta und Arbeiter Yannic Seidenberg laufen weiter. Auch Defensiv-Leitwolf Felix Petermann und Sturmtalent Thomas Merl bleiben ein weiteres Jahr. Fix ist auch die Verlängerung von Toni Ritter, der unter Pierre Pagé einen Sprung machte. Auch die Fleißbienen Uli Maurer, Martin Hinterstocker und Thomas Holzmann werden bleiben.

Diese Spieler bleiben voraussichtlich: Auch in dieser Kategorie finden sich vor allem Spieler mit der begrenzten Eigenschaft: deutsch. Der EHC hat auch mit klubfremden Deutschen gesprochen. Aber da Pagé einen großen Kader will, mit den Einheimischen zufrieden war und nur begrenzt Ausländer lizenziert werden dürfen, haben die Deutschen aus dem bisherigen Kader gute Chancen. Im Sturm sind das Techniker Daniel Sparre, der überraschend sichere Fabio Carciola und die Talente Kai Herpich, Bernhard Keil und Matt MacKay. Defensiv haben auch Benedikt Brückner und Max Meirandres Chancen. Niklas Treutle im Tor hat sich nichts vorzuwerfen, stünde aber im Konkurrenzkampf um den Ersatzposten mit Rückkehrer Kevin Reich. Von den ausländischen Akteuren haben Kapitän Andy Wozniewski, Offensiv-Verteidiger Danny Richmond und Sturmflitzer Ryan Duncan gute Aussichten. Auch Danny Bois, von dem außer Kampf wenig kam – doch Pagé mag ihn.

Bei diesen Spielern ist die Verlängerung fraglich: Einige wollen gar nicht unbedingt bleiben – etwa, weil sie mit Pagé und dessen Trainings- und Spielsystemen nicht warm wurden. Torwart Jochen Reimer zum Beispiel. Er war der beste EHC-Spieler in dieser Saison. Wegen ihm gab es intern Knatsch, weil einige für Reimer Kontra an Pagé gaben. Auch Matt Smaby, starker Defensiv-Verteidiger, zählt zu dieser Kategorie. Mit „Schmerzensgeld“ könnte man sie vielleicht zum Bleiben überreden.

Die zweite Sichtweise: Umfasst die Spieler, die mehr können, als sie zeigten. Bei Misserfolg tauscht Pagé nicht sich, sondern die meisten Kontingentspieler aus, darum finden sich hier viele. Dazu gehört wohl Nick Palmieri, der zwar durchaus sein Talent und seine Kampfkraft vor dem Tor bewies – leider halt nur alle paar Spiele. Auch Torwart Mika Noronen kann was, spielte aber nicht immer glücklich.

Grant Lewis spielte teils geniale Pässe, teils fatale – steigerte sich aber im Laufe der Saison. Jan Urbas rackerte enorm für die erste Reihe, stand aber bei vielen Gegentoren auf dem Eis. Jimmy Hertel spielte als 4. Torwart nie eine Rolle. Dominik Bielke machte keinen einzigen Fehler – weil verletzungsbedingt gar kein Spiel.

Die dritte Sichtweise fasst die ersten beiden zusammen: Darren Haydar zeigte nur im Dezember konstant seine unbestrittene Klasse. Er war zudem mit Pagé über Kreuz. Bekommt sicher anderswo Topangebote.

wim

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