20 Zuschauer mehr

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EHC-Trainer Pat Cortina.

München - Guten Morgen lieber EHC-München! Oder besser gesagt: Guten Morgen liebe Spieler des EHC München, denn den Fans konnte man bei der 1:3-Heimniederlage am Sonntagabend gegen die Wolfsburg Grizzly keine mangelnde Unterstützung ankreiden.

 Den Spielern jedoch so ziemlich alles, zum ersten Mal präsentierte sich die Truppe von Trainer Pat Cortina vor heimischem Publikum als Aufsteiger, der in allen Belangen unterlegen war. Und machte genau das falsch, was Cortina bei jeder Pressekonferenz predigt: Von Beginn an hellwach zu sein.

Einzige Entschuldigung: Neben Jordan Webb muss man seit dem 3:0-Erfolg am Freitagabend in Düsseldorf nun auch noch drei Wochen auf Stürmer Neville Rautert (Gehirnerschütterung) verzichten. In der 6. Minute kamen die Gäste durch Kai Hospelt zum 0:1, 35 Sekunden später erhöhte Blake Sloan auf 0:2. Und als München in der 11. Minute in Unterzahl auf dem Eis stand kam Jan-Axel Alvaara frei zum Schuss: 0:3. Torhüter Sebastian Elwing hatte freie Sicht.

Und wie reagierte der EHC? Kein Kampf, kein Aufbauspiel. Kurz gesagt: Die Mannschaft war nur körperlich auf dem Eis anwesend. Geistig glänzte man mit Ausnahme von Eric Schneider mit totaler Abwesenheit. Ein Beispiel gefällig? Verteidiger Kevin Lavallee führt absolut unbedrängt im eigenen Drittel die Scheibe. Etliche Sekunden lang. Dann vertändelte er das Spielgerät. Und ermöglicht den Wolfsburgern zwei gefährliche Einschussmöglichkeiten. „Im ersten Drittel waren es nicht 2.178 Zuschauer in der Halle, sondern 20 mehr. Nämlich meine Mannschaft“, kritisierte Cortina sein Team und fuhr fort: „Wir haben zu spät im Spiel versucht die Dinge zu ändern.“

Im mittleren Spielabschnitt wurde das Münchner Spiel dann auch nur dadurch optisch aufgewertet, weil Wolfsburg einen Gang zurückschaltete. Der EHC konnte aber selbst keinen Gang zulegen und kam dennoch in Überzahl durch einen Treffer von Patrick Vogl zum 1:3 (39.). In den letzten 20 Minuten zeigte sich München ein bisschen konzentrierter und bemühter, ändern konnte das am Spielstand, dem Endergebnis und damit verdienten Sieg der Wolfsburger nichts mehr.

Patrick Malberg

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