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EHC-Neuzugang Hager: Darum spreche ich im TV lieber nicht Bairisch

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Von: Florian weiß

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Patrick Hager wechselte aus Köln zu den Red Bulls nach München.
Patrick Hager wechselte aus Köln zu den Red Bulls nach München. © GEPA Pictures

Patrick Hager, Neuzugang des EHC Red Bull München, spricht über den bayerischen Dialekt, Frotzeleien seiner Kollegen und das für ihn neue Spielsystem beim EHC.

Patrick Hager ist der wohl bekannteste Neuzugang beim EHC Red Bull München. Der Nationalspieler, der seine Eishockey-Karriere bei den Starbulls Rosenheim begann, kam zur neuen Saison von den Kölner Haien an die Isar. Der Wechsel war begleitet von einigen Unruhen um seine Person, zeitweise war er bei den Kölnern suspendiert. Die Vorkommnisse im Rheinland seien für Hager aber mittlerweile „komplett abgehakt“, wie er am Mittwoch sagte. „Ich bin immer noch in gutem Kontakt mit einem Großteil der Jungs. Die Dinge außen herum waren Dinge, die ich nicht beeinflussen konnte, dementsprechend brauche ich nicht mehr nachtreten, weil ich jetzt in München bin.“

Und hier, in der bayerischen Heimat, fühlt sich der 28-Jährige richtig wohl. Auch, dass er jetzt wieder Bairisch reden kann, gefällt dem Stürmer sehr. „Bei mir ist es noch immer so: Wenn jemand mit mir Hochdeutsch redet, rede ich Hochdeutsch und wenn jemand Bairisch redet, rede ich Bairisch“, sagt er und fügt lachend hinzu: „Wenn ich bei Sport1 bin, rede ich Hochdeutsch. Ich will ja keinen weißen Untertitel unter mir sehen.“ Sein neuer Teamkollege Konrad Abeltshauser macht das anders, er bleibt stets der Mundart treu. Gezwungenermaßen? Hager grinsend: „Kann der Konny überhaupt Hochdeutsch?“

„Es macht Spaß, wenn etwas Feuer von den Jungen kommt“

Die Bayern-Connection beim EHC Red Bull München, der nach zwei Meistertiteln in Folge erneut zu den Topfavoriten der DEL gehört, ist mit Hager weiter angewachsen. Andi Eder scherzte in der Kabine, dass es zwischen Bad Tölzern wie ihm und Rosenheimern wie Hager immer etwas komplizierter zuginge. „Das gehört dazu“, nahm Hager die Spitze lächelnd zur Kenntnis. „Das zeigt aber auch, wie wohl sich die Jungs in der Kabine fühlen. Das ist ein gutes Zeichen, wenn auch die jungen zu Scherzen aufgelegt sind und wissen, dass wir älteren Spieler wissen, wie wir das nehmen können. Das macht einfach Spaß, wenn da etwas Feuer von den Jungen kommt und nicht nur von den Älteren.“

Hager: EHC-Spielsystem etwas gewöhnungsbedürftig

Sportlich findet sich Patrick Hager immer besser zurecht im Spiel der Red Bulls. „Ein paar grundlegende Sachen sind es, die anders sind, dementsprechend ist das schon etwas gewöhnungsbedürftig“, gab er mit Blick auf das von Cheftrainer Don Jackson praktizierte Spielsystem zu. „Im Großen und Ganzen sollte es über die nächsten Wochen besser werden. Ich bin der einzige neue Stürmer, das heißt, in der Regel habe ich vier Jungs um mich herum, die das System seit mindestens ein, zwei Jahren spielen. Das macht es leichter.“ Bislang agierte er zumeist in einer Sturmreihe mit Kapitän Michael Wolf und Jason Jaffray.

Am Freitag startet der EHC bei den Krefeld Pinguinen in die neue DEL-Saison, am Sonntag steht dann das erste Heimspiel im Olympia-Eisstadion gegen Hagers Ex-Verein Ingolstadt an.

Florian Weiß

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