EHC-Neuzugang Schmidt will lange bleiben

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Bryan Schmidt

München - Germany, I'm back! Vor zwei Tagen lief er noch in South Carolina über die Eisfläche, dann ging alles ganz schnell. Bryan Schmidt ist beim EHC München gelandet. Nun erklärt er, wie es dazu kam.

„Es war immer mein Plan, wieder in die DEL zurückzukehren“, sagt Schmidt, der bis zum Sommer 2010 schon in Kassel spielte, bevor er in die USA ging. Und da traf es sich gut, dass der EHC, vom Verletzungspech gebeutelt, einen neuen Verteidiger suchte. „Einen interessanten deutschen Spieler, der weiterhelfen kann gibt der Transfermarkt zur Zeit nicht her“, sagt Manager Christian Winkler. Die Wahl fiel letztendlich auf Schmidt. Wobei: Ein bisschen deutsch ist der 29-Jährige dann doch: Sein mittlerweile verstorbener Opa ist in Mühlhausen geboren, mit seiner Mutter spricht er auch immer etwas Deutsch.

Die Sprachkentnisse hat er natürlich auch seinem zweijährigen Aufenthalt in Kassel (2008-2010) zu verdanken. Aus dieser Zeit kennt er übrigens auch Rene Kramer und Sebastian Elwing. „Das ist schön, dass ich hier schon Freunde habe, das macht es natürlich einfacher. Ich freue mich, jetzt hier in München zu sein, eine tolle Stadt und ein super Verein“, so Schmidt. Zeit für Sightseeing hatte er bisher aber nicht. Nach seiner Ankunft am Dienstagmorgen ging’s sofort ins Training.

Ein bisschen etwas kennt er aber dann doch schon von der Stadt: „Ich war mit Kassel schon ein paar Mal auf dem Oktoberfest. Das war toll, das hat mir gefallen.“

Sein Vertrag in München läuft vorerst bis Saisonende, „aber wie jeder andere hat er die Chance, sich für nächste Saison zu empfehlen“, so Winkler. Und genau das ist sein Ziel. Schmidt: „Ich will hier gute Leistungen zeigen und mir einen neuen Vertrag erkämpfen. Ich will so lange bleiben, wie möglich.“ Seine erste Nacht in Deutschland hat Schmidt im Hotel verbracht, mittlerweile hat er eine eigene Wohnung, in die auch bald seine Freundin mit einziehen wird. „Aktuell ist sie noch in den USA, aber sie kommt wahrscheinlich nächste Woche“, so Schmidt. Für sein Debüt am Freitag nimmt er sich gleich einiges vor: „Ich will die Defensive stärken und zeigen, dass ich auch im Angriff gefährlich sein kann.“

Mathias Müller

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