Oktoberfest in Düsseldorf

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Auch bei den EHC-Fans soll die Feierlaune anhalten

München - Vom EHC München ist kein Vertreter beim Liga-Treffen auf Mallorca mit dabei. Manager Christian Winkler sieht ohnehin "momentan keine Baustellen". Auch sportlich läuft's. Nächstes Ziel: Düsseldorf.

Was haben Spanien und die DEL gemeinsam? Hinter der schönen Fassade rumort’s gewaltig. Jetzt sind die Folgen sichtbar: Streikende Iberer (die gegen Lohnkürzungen protestieren). Und: streikende Eishackler in Hannover (die ebenfalls gegen Lohnkürzungen protestieren). In der DEL-Zentrale in Köln scheinen Zyniker zu sitzen, denn: Übers Wochenende treffen sich die ­Gesellschafter der Liga-Klubs auf – Tusch! – Mallorca!

Sonne, Strand und Sangria? Eher nicht, der Gesprächsbedarf ist so groß, dass die Versammlung eigentlich auch locker in einem Tagungsraum in Bottrop-Kirchhellen hätte stattfinden können. Einerseits die internen Probleme der Liga – einige Klubs kämpfen ums Überleben. Andererseits die weitere Zusammenarbeit der Liga mit dem Verband, die viele Experten als Schlüssel für starkes deutsches Eishockey sehen.

Für den EHC München ist keiner auf Mallorca mit dabei. Bei allen drei EHC-Gesellschaftern sei es zu „Terminkollisionen“ gekommen, sagte Pressesprecher Emanuel Hugl. Manager Christian Winkler bedauert das: „Ich sehe das als wichtig an. Aber die 13 verbleibenden Klub-Eigner wissen schon, was zu tun ist.“ Vor allem die Außendarstellung der Liga sei verbesserungswürdig.

Beim EHC selbst sieht der Sportchef „momentan keine Baustellen“. Bis auf die finanzielle Abhängigkeit von den Gesellschaftern und den mangelnden eigenen Nachwuchs gibt es beim Klub derzeit wenig zum Granteln. Sportlich läuft’s ohnehin: Fünf Punkte haben Pat Cortinas Jungs voriges Wochenende abgestaubt – und mit Tabellenplatz sechs ist man mehr als nur auf Kurs. Ganz anders der Auswärts-Gegner von Freitag (19.30 Uhr), die Düsseldorfer EG. Zwölfter – und das bei sechs Millionen Euro Etat. Jetzt fällt auch noch Star-Torhüter Jean-Sebastien Aubin aus, er fliegt zur Beerdigung seines Opas nach Montreal. Für ihn kommt der 17-jährige Mathias Niederberger zum Einsatz. Der ist hauptberuflich Schüler und spielt nun zum ersten Mal in der DEL. Weiteres Manko der DEG: Zu den bisherigen Heimspielen kamen im Schnitt fast ein Drittel weniger Zuschauer als im Vorjahr. Da hatte die Marketing-Abteilung eine Idee, um Zuschauer zu locken: Im Rahmen des Spieles gegen den EHC findet eine Wiesn-Party statt. Bei der DEG wären sie halt auch am liebsten Münchner…

wim

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