Kaltgestellt!

Ohne NHL-Stars: EHC unterliegt Hamburg

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Sören Sturm (EHC, r.) mit Hamburgs David Wolf

München - Ohne seine beiden NHL-Stars Paul Stastny und Blake Wheeler hat der EHC am Freitag sein letztes Heimspiel 2012 bestritten - gegen die Hamburg Freezers verloren die Münchner.

Vier Minuten vor Ende brüllte Felix Petermann ganz laut: „F***!“. Es war das verflixte siebte Spiel! Nach sechs Heimsiegen in Serie verlor der EHC RB München gegen die Hamburg Freezers mit 1:5. Kaltgestellt! Die NHL-Stars Blake Wheeler und Paul Stastny sind dieses Wochenende auf Heimaturlaub. Klar, dass es gegen die starken Hamburger schwer werden würde. Und der EHC war deutlich unterlegen.

Abgezockt von den Hamburger Super-Youngsters. Die Hamburger Top-Reihe besteht aus jungen Nationalspielern, darunter Jerome Flaake. Der Nationalspieler schoss in der 4. Minute das 0:1. Die Münchener, wie etwa Martin Hinterstocker (5.), verpassten ihre wenigen Tormöglichkeiten. Hamburg, angetrieben von der Youngsters-Reihe, kam durch Rob Collins zum zweiten Tor (30.). Nicolas Krämmer, frecher 20-jähriger Landshuter und mit Legende Alois Schloder verwandt, erhöhte in der 32. Minute sogar auf 0:3.

Danach fehlten zwei Fehler zu weiteren Toren: Beim 1:3 durch Johan Ejdepalms Fernschuss sah Dimitrij Kotschnew im Hamburger Tor alles andre als gut aus. Beim 1:4 blieb Blake Sloans Eröffnungspass hängen. Thomas Oppenheimer, dicker Spezl von Bayern-Star Thomas Müller, nahm die Einladung dankbar an. Er traf (44.) auch zum 1:5, und es hätte noch dicker kommen können...

Lag die Leistung des EHC nur an der Abwesenheit der NHL-Stars? War Hamburg so stark? Oder hatte der EHC einfach keinen guten Tag? Die Münchner waren nicht nur abschlussschwach, auch nicht so bissig und selbstbewusst wie zuletzt. Die körperlich starken Hamburger dagegen willig-energisch. Es kam von allem etwas dazu. Ein verflixtes siebtes Spiel. Am Studententag waren 3909 Besucher in die Eishalle geströmt. Auch Fans von Fast-schon-Bruderklub Red Bull Salzburg waren angereist.

Apropos: Österreichische Zeitungen melden, dass die Übernahme des EHC durch Red Bull bis Ende Januar über die Bühne sei (wir hatten berichtet).

wim

"Pat" steht NICHT für "Patrick"! Cortina im Mini-Porträt

Pat Cortina ist nicht nur Trainer des EHC Red Bull München, sondern auch Bundestrainer. Wir stellen ihn im Kurzporträt vor © dpa
Voller Name: Pasqualino "Pat" Cortina © sampics
Nationalität: Italo-Kanadier © sampics
Geboren: 4. September 1964 in Montréal © dpa
Bisherige Stationen als Nationaltrainer: Italien, Ungarn © sampics
Bisherige Stationen als Vereinstrainer: HC Varese, AS Asiago Hockey (Italien), Alba Volán Székesfehérvár (Ungarn), HC Innsbruck (Österreich), EHC München © sampics
Größte Erfolge als Trainer außerhalb Deutschlands: 2008 Aufstieg mit Ungarn in WM-A-Gruppe; dreimal ungarischer Meister © sampics
Größte Erfolge in Deutschland: Gewinn des DEB-Pokals, Meisterschaft in der 2. deutschen Eishockey-Bundesliga und Aufstieg in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) jeweils mit dem EHC München © dpa

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