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EHC München auf Viertelfinalkurs

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Die EHC-Spieler Jan Urbas (rechts) und Benedikt Brückner jubeln. © Sampics/Stefan Matzke

München - Red Bull München hat in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit einem Sieg gegen die Iserlohn Roosters den ersten Schritt Richtung Viertelfinale gemacht.

Das war Playoff-würdig, EHC München! 5:3 besiegte Pierre Pagé am Sonntagnachmittag die Iserlohn Roosters und zeigte sich im Vergleich zur Vorrunde gerade in puncto Defensive stark verbessert. Ein Auftakt in die Pre-Playoffs, der Hoffnung gibt.

Himmlisch ging es schon los. Erst die weiß-blaue Fan-Choregraphie vor dem Spiel, dann auch zügig auf dem Eis: 45 Sekunden waren erst gespielt, da lag der Puck erstmals im Iserlohner Kasten. Danny Richmond hatte für München durchs Getümmel getroffen. Als hätte es die drei Niederlagen zuletzt nicht gegeben…

Der EHC war im ersten Drittel einfach nicht zu stoppen. Weder vom zwischenzeitlichen, glücklichen Ausgleich durch Brooks Macek (3.), noch durch eine mehrminütige Unterbrechung wegen eines kaputten Holzes an der Iserlohner Spielerbank. Darren Haydar brachte den EHC erneut in Front (4.).

Und München kam dank energischem Forechecking zu zahlreichen weiteren Torchancen. Ganze 34 waren es allein nach den ersten beiden Dritteln! Auch defensiv war vom Fehlen von Abwehr-Turm Andy Wozniewski wenig zu merken – der EHC stand ungewohnt solide. Nur in der 25. Spielminute schlafmützelten die Münchner hinten und prompt traf der völlig freie Collin Danielsmeier zum erneuten Ausgleich.

Doch der EHC schlug vor den 3125 Zuschauern wieder zurück: Jan Urbas staubte in Überzahl zum 3:2 ab (32.). Endlich funktioniert auch wieder das Powerplay, das in der Vorrunde schon eine Münchner Spezialität gewesen war, zuletzt aber vier Spiele wirkungslos blieb.

Logisch, im Schlussabschnitt drängten die Iserlohner auf den Ausgleich. Und wer an Münchens Verteidigung der Vorrunde dachte, die satte 155 Gegentore kassiert hatte, musste mulmig werden. Aber Matt Smaby und seine Kollegen räumten hinten ordentlich auf, ohne Strafen zu nehmen. Sie boten den Gästen kaum Einschussmöglichkeiten, ermöglichten dafür der eigenen Mannschaft Angriffsräume. Verteidiger Richmond sorgte mit dem 4:2 für die Vorentscheidung.

Zwar kam Iserlohn dank Macek zehn Minuten vor Ende nochmal ran, doch Münchens souveräne Leistung krönte der immer eifrige Stürmer-Star Alexander Barta mit dem 5:3 ins leere Tor (60.). Und jetzt heißt es: Matchball München. Gewinnt der EHC am Mittwoch in Iserlohn, steht Pagés Team schon im Viertelfinale. Der Auftritt am Sonntag lässt hoffen, dass der EHC rechtzeitig zur Playoff-Form gefunden hat.

wim

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