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Aus der Traum! EHC verpasst Pre-Playoffs

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Jochen Reimer und der EHC RB München haben sich frühzeitig aus dem Meisterrennen verabschiedet
Jochen Reimer und der EHC RB München haben sich frühzeitig aus dem Meisterrennen verabschiedet © Bongarts/Getty Images

München - Aus, vorbei, Sommerpause. Der EHC RB München hat die Qualifikation für die Playoffs am letzten Spieltag verpasst. Acht Minuten vor Spielschluss begann der Anfang vom Ende.

Die Endrundentickets glitten acht Minuten vor Ende aus den Fingern, nach einer dramatischen Partie mit vielen Chancen und einer umstrittenen Entscheidung. Klaus Kathan hatte vor der Partie am Sonntag von einer „Herkulesaufgabe“ gesprochen. Der EHC hatte in seinen drei DEL-Jahren noch nie in Hamburg gewonnen, auch das letzte Tor dort ist schon zweieinhalb Jahre her. Doch die Münchner gingen in Führung: Uli Maurer traf in der 14. Spielminute. Keine Frage: Hamburg war zumindest ebenbürtig, erspielte sich mehr Chancen. Doch EHC-Torwart Jochen Reimer hielt und hielt, und hielt damit seine Mannschaft auf Playoffkurs. Klar war: Mit einem Sieg nach 60 Minuten wäre der EHC auf jeden Fall durchgewesen. Lange sah es danach aus, dass alle vier Pre-Playoff-Plätze von bayerischen Teams belegt werden. Der EHC hätte als Neunter gegen den Achten Augsburg gespielt…

Im letzten Drittel aber schlug das Schicksal zu: Der EHC hatte nach rund 49 Minuten getroffen, doch die Schiedsrichter unmittelbar vor dem Abstauber abgepfiffen. Eine umstrittene Tatsachenentscheidung, die sich am Ende als Schlüsselszene herausstellte. „Das zweite Tor gelang uns nicht“, sagte Trainer Pat Cortina nach dem Spiel. „Dafür wurden wir bestraft.“ Acht Minuten vor Ende hatte Buchwieser das 2:0 bei einem Konter auf dem Schläger, wie zuvor auch schon andere EHCler, doch Hamburgs Torwart Niklas Treutle wehrte ab. Fast im Gegenzug kamen die Freezers über Jerome Flaake zum Ausgleich. Der Anfang vom Ende.

Ein Blick ins Allerheiligste des EHC München

Denn die Stände in den anderen Stadien verhießen nichts Gutes: Straubing führte, Wolfsburg ebenso. Der EHC brauchte also alle drei Punkte, griff daher nun vehement an – und fing sich das 1:2 durch Garrett Festerling. Bitter. Kapitän Felix Petermann fand: „Wir haben gefightet bis zum Schluss. Man kann keinem Spieler einen Vorwurf machen, dass er nicht alles gegeben hätte.“

Im Unterschied zum Vorjahr war Cortina in dieser Saison mit der Einstellung und Kampfbereitschaft zufrieden. Das Symbol: Blake Sloan, Bryan Adams und andere stark angeschlagene Spieler bissen auf die Zähne und spielten.

Auch die Fans honorierten das: Gegen Saisonende war die Eishalle ein Tollhaus, der Siebte Mann auf dem Eis. Petermann fand es vor der Partie „schade, dass wir die Kulisse nicht nach Hamburg mitnehmen können.“

So wurde es nichts mit der Endrunde. Scherben bringen eben doch kein Glück. Beim Aufwärmen hatte Blake Sloan mit einem Schuss das Plexiglas zersplittert. Das erinnerte an 2007, als das dem EHC vor dem Spiel in Regensburg widerfuhr und die Münchner anschließend den Playoff-Einzug perfekt machten.

Doch diesmal waren am Ende waren die Münchner Träume von Derbys gegen Augsburg wie das Plexiglas: nur noch Trümmer. Petermann: „Das ist brutal frustrierend. Ich muss das jetzt erst einmal in den nächsten Tagen verdauen.“

wim

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