3:2! EHC schlägt auch Düsseldorf

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EHC-Coach Pat Cortina war zufrieden.

München - Erst der Super-Sieg, dann die Zitter-Partie - was für ein Wochenende für den EHC! Nach dem spektakulären Auswärtssieg bei Spitzenreiter Berlin machten es die Münchner gegen die DEG spannend.

Die Truppe von Pat Cortina siegte am Sonntag trotz 2:0-Führung erst im Penaltyschießen mit 3:2 gegen die Düsseldorfer EG. Da darf man ruhig mal druchatmen... „Zwei Punkte gegen Düsseldorf sind gut, zusammen mit den drei gegen Berlin ist es großartig“, meinte ein zufriedener Trainer Pat Cortina nach dem harten Stück Arbeit.

Im ersten Drittel waren die Münchner die dominantere Mannschaft. Mit dem 1:0 wurde es trotz vieler Torchancen gegen die Schießbude der Liga allerdings nichts. Allein Eric Schneider hatte dreimal die Führung auf dem Schläger. Ob nach Pass, aus dem Getümmel oder per Solo - der Puck wollte nicht über die Torlinie. Der EHC musste sich daher bei seinem Torwart Jochen Reimer bedanken, dass es weiter 0:0 stand. Denn die wenigen Chancen, die seine Vordermänner zuließen, waren brandgefährlich.

Ein Blick ins Allerheiligste des EHC München

Werfen Sie mit uns einen kurzen Blick in die Kabine des EHC München. © Mathias Müller
Schon beim ersten Blick wird deutlich: Wie in der Kabine des FC Bayern sieht es hier nicht direkt aus. Jeder Spieler hat seine eigene kleine Holz-Nische. Die Namensschilder sind aus laminiertem Papier und über zwei Haken angebracht. In der Mitte des Raums: ein Einkaufswagen. © Mathias Müller
Ein paar Fußbälle dürfen aber dennoch nicht fehlen. © Mathias Müller
Bei Martin Buchwieser reibt man sich verwundert die Augen. An seinem Platz hängt ein Bild, auf dem er US-Präsident Barack Obama die Hand schüttelt. © Mathias Müller
Die Aufklärung: „Das haben mir die Jungs geschenkt. Meine Freundin ist Amerikanerin. Sie meinten, ich solle mir einen amerikanischen Pass zulegen, ... © Mathias Müller
... damit ich mit der Nationalmannschaft wenigstens mal was gewinnen kann. Denn gefälschten Pass gab’s übrigens gleich mit dazu“, so Buchwieser. © Mathias Müller
Bei Martin Schymainski lehnt ein ganz besonderes Bild an der Wand: es zeigt seinen guten Spezl Kevin Lavallee, der gerade seinen Bizeps mit einer Hantel stählt. Er trägt ein weißes Feinripp-Shirt. © Mathias Müller
Schymainski: „Wir sind seit drei Jahren beste Kumpel und gehen öfter mal zusammen essen oder shoppen. Im Moment sitzt mir Kevin noch gegenüber. Ich kann ihn also eigentlich immer sehen. Aber sollten wir mal nicht mehr zusammen spielen, dann wird das Bild noch wichtiger. Das kommt dann nämlich mit.“ © Mathias Müller

Im zweiten Abschnitt spielte nur noch der EHC - und ließ sich auch von zwei Videobeweisen zu seinen Ungunsten nicht verrückt machen: Felix Petermanns Schuss war nicht hinter der Linie - David Wrigley antwortet mit dem echten 1:0. Der Stürmer kurvte die Abwehr aus, zog mit der Rückhand ab. Den Abpraller schmetterte der Hobby-Tennisspieler in die Maschen (26.). In der 33. Minute staubte Brandon Dietrich ab, doch laut Videobeweis hatte Uli Maurer zuvor den Stock zu hoch. Dann traf Schneider zum 2:0!

Die Vorentscheidung, dachte man, so klar hatte der EHC das Spiel im Griff. In der Folge suchte er sein Heil in der Defensive, was auch gut klappte. Bis 18 Sekunden vor der zweiten Pause, als Düsseldorfs Kaufmann zum Anschluss traf. Gut fünf Minuten vor Schluss schockte er die Gastgeber dann mit dem 2:2. „Vor kurzem wären wir nach so einem Tor noch eingebrochen“, sagte EHC-Manager Christian Winkler. Gestern nicht. Der EHC fing sich, im Penaltyschießen sicherte Martin Buchwieser den Sieg.

wim

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