EHC: Schützenfest gegen Düsseldorf!

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Kyle Helms (l.) schoss den Führungstreffer für den EHC

München - Der EHC München feiert trotz der Verletztenmisere ein wahres Schützenfest gegen die DEG Metro Stars. Dabei sah es in der Anfangsphase überhaupt nicht gut aus. Mario Jann sorgt für ein Highlight.

Nur Niederlagen hagelte es für den EHC München in der DEL im Jahr 2011 Und dann kamen auch am Freitagabend auch noch die Tabellendritten aus Düsseldorf in die Olympiaeishalle. EHC-Manager Christina Winkler wollte im Vorfeld unbedingt punkten, vom Siegen war nicht einmal die Rede.

Doch dann wurde es, trotz der vielen Verletzten, ein 6:1-Schützenfest gegen den bereits 1935 gegründeten Verein. In den ersten zwölf Minuten sah es jedoch noch anders aus. Dem EHC gelang kein einziger vernünftiger Spielaufbau, Düsseldorf präsentierte sich in Finalstimmung. Allein es klingelte nicht im Kasten des guten Sebastian Elwing.

Zur Verwunderung der 3.482 Zuschauer hieß es dann plötzlich 1:0 (12.), das Kyle Helms mit dem ersten Münchner Torschuss erzielte. Eric Schneider legte 40 Sekunden später das 2:0 nach. „Sonst ist es immer anders herum, wir spielen gut und kassieren die Tore“, sagte ein grinsender EHC-Boss Jürgen Bochanski schon in der ersten Drittelpause.

Es sollte noch besser kommen: Dave Reid (26.), Eric Schneider (30.) und zweimal Martin Schymainski (36./38.) erhöhten im zweiten Drittel auf 6:0. Die Fans feierten und forderten „Eiszeit für Mario“. Gemeint war Mario Jann, der unter Woche wieder verpflichtet wurde. „Mal schaun“, so Co-Trainer Maurizio Mansi in der zweiten Drittelpause, „vielleicht darf er noch mal auflaufen aber er hatte erst eine Trainingseinheit.“

Wenig begeistert zeigte er sich über das Auftreten seiner Mannschaft: „Wir sind nicht scharf genug und leisten uns wahnsinnig viele Fehler.“ Womit er Recht hatte, was allerdings den Fans herzlich egal war, denn: In der 45. Minute wirbelte EHC-Rekordfeldspieler Mario Jann als Höhepunkt des Schlussabschnitts mit der Nummer 54 zum ersten Mal in einem DEL-Trikot übers Eis – fehlerfrei! Und beinahe wäre ihm sogar per Handgelenksschuss das 7:0 gelungen.

Am morgigen Sonntag geht es übrigens wieder gegen Düsseldorf. „Das ist ein völlig neues Spiel, das heutige Ergebnis zählt da nichts“, warnt Co-Trainer Mansi seine Mannen vor möglichem Übermut.

Patrik Malberg

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