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EHC siegt! Aber das reicht noch nicht...

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Drei Punkte waren Pflicht gegen Berlin für James Ty Morris (r.) und seine Kollegen. © sampics / Kerstin Leicht

München - Der EHC RB München ist noch einen Sieg von der Playoff-Teilnahme entfernt. Am Freitag gewann Pat Cortinas Mannschaft mit 3:1 gegen Berlin, braucht aber noch weitere Punkte für die Endrunde.

„Wir haben Tore in den wichtigen Momenten erzielt. Das gab uns Selbstvertrauen“, sagte Cortina. „Wir haben unsere Identität aufs Eis gebracht. Ein großes Spiel in Hamburg, dann sehen wir Playoff-Hockey. Unser EHC hätte sich das verdient.“

Notgedrungen spielte Stadionsprecher Stefan Schneider in der zweiten Drittelpause die Spaßbremse. Er informierte über die Spielstände aus den anderen Hallen. Und er hatte nur schlechte Nachrichten: Verfolger Wolfsburg führte 4:0 in Iserlohn, Hannover lag im Duell der direkten Konkurrenten gegen Straubing vorn. Für den EHC bedeutete das: Drei Punkte waren Pflicht.

Fans stehen hinter ihrem Team

Die Münchner Fans unter den 5278 Zusehern gaben ihr Bestes. Zwischen all den hochgestreckten Schals breiteten sie bei der Vorstellung der Starting Six zwei Plakate aus: „Ein Team. Ein Ziel. Kämpfen und siegen.“ Und schmetterten dann ihre Schlachtgesänge Richtung Eis und gegnerische Fan-Kurve.

Das übertrug sich auf das Spiel: Klaus Kathan hatte es in der tz angekündigt: „Am Freitag kämpfen wir um unser Leben. Wir müssen gewinnen.“ Und der Routinier ging mit dem richtigen Biss voran und traf in Überzahl zur Münchner Führung (7.). Die Halle tobte.

Nach der ersten Pause hatte sich der EHC alerdings noch nicht richtig sortiert: James Sharrow schoss aus der Distanz, Darin Olver lenkte zum Ausgleich ein (22.). Doch da war ja noch der sichtlich motivierte Kathan: Erst scheiterte er im Eins-gegen-Eins (33.), sechs Minuten später staubte er eiskalt zum 2:1 ab. Die Halle hüpfte zu „Jingle Bells“.

Ein Blick ins Allerheiligste des EHC München

Damit es Weihnachten mitten im März werden kann, wie Manager Christian Winkler eine mögliche Playoff-Qualifikation bezeichnet hat, dazu musste der EHC Freitagabend aber noch weiter kämpfen.

Es war eine Abwehrschlacht im letzten Abschnitt, die der EHC vor allem dank Torwart Jochen Reimer unbeschadet überstand. Acht Minuten vor Schluss legte Viktor Ekbom eine ganze Kraft in einen Schuss und knallte zum 3:1 ein. Die drei Punkte waren gesichert.

Am Samstag macht sich der EHC nach Hamburg auf – im Flieger. Es ist die weiteste Reise innerhalb der DEL und bei so einem wichtigen Spiel sollen die Strapazen gering bleiben. Bisher fuhr das Team im Bus – und hat in den drei Jahren seiner DEL-Zugehörigkeit bei den Hanseaten noch nie gepunktet. Am Sonntag braucht der EHC dringend Punkte, denn mit Schützenhilfe können die Münchner eher nicht rechnen. Wolfsburg empfängt Schlusslicht Düsseldorf. Mit Straubing und Hannover liegt der EHC punktgleich.

Es könnte ein Nervenkrimi werden...

wim

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