EHC: 2:1-Sieg bei den Eisbären

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Am Sonntag trifft der EHC auf die Düsseldorfer EG.

München - Ws für ein Wochenende für den EHC: Am Freitag siegte der EHC  bei den Eisbären in Berlin, für EHC-Manager Christian Winkler "der FC Bayern der Liga". Und nun wartet die Düsseldorfer EG.

Starker Auftritt des EHC in Berlin: 2:1 (Tore: Buchwieser und Sturm) siegten die Münchner. Und am Sonntag (16.30 Uhr, Eishalle) spielt der EHC dann sogar gegen ein künftiges Weltkulturerbe. Zumindest sehen die Funktionäre der Düsseldorfer EG ihren Klub so: Sie wollen ihn tatsächlich zum 1. Februar als Weltkulturerbe vorschlagen. Die UNESCO räumt der DEG kaum Chancen ein. Immerhin das spricht außer der Fan-Begeisterung dafür: Die Düsseldorfer müssen möglichst fix möglichst viel Geld auftreiben, sonst bleibt  nur eine Akropolis-Ruine der ruhmreichen Zeiten (acht Titel). Der Handelskonzern Metro stellt das Namenssponsoring ein, die DEG braucht mindestens vier Millionen für die nächste Saison.

Ein Blick ins Allerheiligste des EHC München

Werfen Sie mit uns einen kurzen Blick in die Kabine des EHC München. © Mathias Müller
Schon beim ersten Blick wird deutlich: Wie in der Kabine des FC Bayern sieht es hier nicht direkt aus. Jeder Spieler hat seine eigene kleine Holz-Nische. Die Namensschilder sind aus laminiertem Papier und über zwei Haken angebracht. In der Mitte des Raums: ein Einkaufswagen. © Mathias Müller
Ein paar Fußbälle dürfen aber dennoch nicht fehlen. © Mathias Müller
Bei Martin Buchwieser reibt man sich verwundert die Augen. An seinem Platz hängt ein Bild, auf dem er US-Präsident Barack Obama die Hand schüttelt. © Mathias Müller
Die Aufklärung: „Das haben mir die Jungs geschenkt. Meine Freundin ist Amerikanerin. Sie meinten, ich solle mir einen amerikanischen Pass zulegen, ... © Mathias Müller
... damit ich mit der Nationalmannschaft wenigstens mal was gewinnen kann. Denn gefälschten Pass gab’s übrigens gleich mit dazu“, so Buchwieser. © Mathias Müller
Bei Martin Schymainski lehnt ein ganz besonderes Bild an der Wand: es zeigt seinen guten Spezl Kevin Lavallee, der gerade seinen Bizeps mit einer Hantel stählt. Er trägt ein weißes Feinripp-Shirt. © Mathias Müller
Schymainski: „Wir sind seit drei Jahren beste Kumpel und gehen öfter mal zusammen essen oder shoppen. Im Moment sitzt mir Kevin noch gegenüber. Ich kann ihn also eigentlich immer sehen. Aber sollten wir mal nicht mehr zusammen spielen, dann wird das Bild noch wichtiger. Das kommt dann nämlich mit.“ © Mathias Müller

Erste Unterstützer gibt es. Die Toten Hosen helfen zum Beispiel mit Publicity und Sondertrikots. „Ich hoffe, dass es für Düsseldorf weitergeht“, sagt Winkler. Die Münchner haben gute Drähte zur DEG: Sie trainieren, wenn sie im Rheinland spielen, immer in Düsseldorf. Abgesehen davon sagt Winkler auch: „Düsseldorf hat eine Top-Mannschaft.“ An Düsseldorfs Patrick Reimer war Winkler zum Beispiel lange interessiert, doch er weiß: „Patrick ist momentan in seiner Blüte.“ Der Stürmer wird einen Klub wählen, der höhere Chancen auf den Titel hat als München.

Trotz vieler Stars: Die DEG blieb auf dem Eis hinter den Erwartungen zurück, was Winkler nicht wundert: „Bei den Diskussionen drumherum.“ EHC und DEG liegen vor den Freitagsspielen punktgleich in der Tabelle.  Winkler zählt darauf, dass sein Team das Letzte gibt im Sechs-Punkte-Spiel: „Angeschlagen gibt’s jetzt nimmer. In den nächsten Spielen geht es um die Playoffs.“ Also auch keine Rücksicht auf angeschlagene (Möchtegern-) Weltkulturerbe.

wim

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