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EHC-Stars haben Meisterpokal seit September nicht mehr gesehen

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Von: Lena Meyer

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Bloß nicht den Meisterpokal sehen! Frank Mauer (l.) auf dem Eis, der Pott steht seit Saisonbeginn im Red-Bull-Büro.
Bloß nicht den Meisterpokal sehen! Frank Mauer (l.) auf dem Eis, der Pott steht seit Saisonbeginn im Red-Bull-Büro. © GEPA Pictures / Lena Meyer

München - Die Spieler des EHC Red Bull München haben den Meisterpokal seit Saisonbeginn nicht mehr gesehen - aus Aberglaube. Und das Original hatten sie noch nie in den Händen.

Am Freitag geht’s weiter! Der EHC Red Bull München trifft im ersten Halbfinale (19.30 Uhr, Olympia-Eishalle) auf Berlin. Die Eisbären gewannen 2:1 n.V. in Mannheim. Wolfsburg (1:0 in Köln) und Nürnberg (5:3 gegen Augsburg) zogen ebenfalls in die Runde der letzten vier ein (Playoffs der DEL 2017: Termine, Regeln, Spielplan und Ergebnisse).

Der DEL-Meisterpokal, die Trophäe von der letztjährigen Meisterschaft, steht seit Anfang dieser Spielzeit im Red Bull Office in München, aber die Spieler haben ihn seitdem nicht mehr zu Gesicht bekommen – weil sie das nicht wollen! „Ein klein wenig Aberglaube steckt wohl in jedem Profi“, so EHC-Stürmer Frank Mauer lachend zur tz. „Wir denken jetzt nicht an die vergangene Saison, sondern wollen uns lieber darauf konzentrieren, unseren Titel zu verteidigen.“

Den Original-Pokal bekommen die Profis nie in die Hände

Doch auch, wenn die Münchner Meister werden sollten, das Original des DEL-Pokals werden sie nicht in die Hände bekommen. Der „echte“ Pokal verlässt nie das Büro der DEL. Jedes Jahr wird ein Duplikat aus Silber in Italien gefertigt, das aber nicht ganz das Gewicht des Originals hat: 6,35 statt 10,4 Kilogramm. Ansonsten aber ist er nicht zu unterscheiden vom Original: 74 Zentimeter ist er hoch, 46 Zentimeter breit, etwa 4500 Euro ist er wert – und das Wichtigste: 13 Liter Champagner passen rein. Dieser Pokal ist bei jedem Finalspiel dabei und wird an den Sieger der Best-of-seven-Serie ausgehändigt.

Und es ist es wohl auch besser, dass es sich nicht ums Original handelt. Bei den Feiern wurde so manches Exemplar beschädigt: In Ingolstadt zum Beispiel brach 2014 sogar der Henkel ab.

Lena Meyer

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