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EHC-Taktik für den Finaleinzug: „Wir machen überall Druck“

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Von: Mathias Müller, Florian weiß

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München - Die beiden EHC-Co-Trainer Matt McIlvane und Toni Söderholm erklären, was das Spiel der Red Bulls so erfolgreich macht und mit dem sie über Berlin ins Finale einziehen wollen.

Die erste Playoff-Runde (4:0 gegen Bremerhaven) verbrachte Toni Söderholm weitestgehend unaufgeregt an der Seitenlinie. „Es gab keine wirklichen Stressmomente“, so der 36-Jährige. Am Dienstagabend (19.30 Uhr, alle Ergebnisse und den Spielplan finden Sie hier), beim dritten Halbfinalduell mit den Eisbären Berlin (Stand: 1:1), ist die Situation eine andere. Der EHC Red Bull München scheint im Team von Ex-Nationaltrainer Uwe Krupp einen ebenbürtigen Gegner gefunden zu haben, das macht eben auch den sonst so coolen Finnen etwas nervös.

Der Glauben an seine Schützlinge ist bei Co-Trainer Söderholm aber ungebrochen: „Die Mannschaft hat ihre Identität gefunden. Jetzt geht es ums Arbeiten auf dem Eis. Wenn die Mannschaft diese Einstellung jedes Mal bringt, können wir erfolgreich sein.“

So wie am Sonntag, als die Münchner einen 0:1-Rückstand auch dank der Rückkehr von Bad Guy Steve Pinizzotto noch in einen 2:1-Sieg drehten. Der „Pinner“ spielte hart, kassierte drei Strafen und weckte das Team auf. „Das ist Playoff-Eishockey, und da bin ich sehr gut“, sagte Pinizzotto danach.

An Torchancen mangelte es dem EHC nicht. Das liegt auch an der offensiven Ausrichtung. „Es geht über Forechecking, über gutes Schlittschuhlaufen, und wir machen überall Druck. So wollen wir die Scheibe früher zurückbekommen, am besten noch in der offensiven Zone“, erklärt Söderholm der tz. Pep Guardiola lässt grüßen.

Dominik Kahun (li.) und Derek Joslin attackieren Berlins Kyle Wilson.
Dominik Kahun (li.) und Derek Joslin attackieren Berlins Kyle Wilson. © GEPA Pictures

Auch Matt McIlvane, zweiter Co-Trainer, unterstreicht die Taktik, die den EHC ins DEL-Finale bringen soll: „Wir nutzten unser Forechecking, um früh zu stören und den Konter früh zu unterbinden, um dann die nächste Druckwelle aufbauen zu können. Unsere ganze Mentalität dreht sich darum, dass, wenn wir den Puck nicht haben, ihn so schnell wie möglich wieder zu bekommen.“

Die Rückkehr der erfahrenen Haudegen Jason Jaffray und Steve Pinizzotto ist für das Mannschaftsgefüge dabei genauso wichtig wie die Jungspunde Dominik Kahun & Co. „Wir haben viele Jungs, die schon etwas gewonnen haben und auch Jungs, die das noch nicht geschafft haben, die jetzt die Chance dazu haben. Wir werden sicher unsere Erfahrung ausspielen“, so McIlvane. Je besser das klappt, desto kleiner sind die Söderholm’schen Stressmomente.

Florian Weiß, Mathias Müller

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