"Super Stimmung, geile Spiele – ein gelungenes HALLEluja“

EHC-Trainer Jackson: München bereit für große Halle - Bilder und Videos

Die EHC-Stars verabschieden sich von den Fans und von der Olympiahalle nach dem Sieg über Berlin.
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Die EHC-Stars verabschieden sich von den Fans und von der Olympiahalle nach dem Sieg über Berlin.

Nach drei erfolgreichen Partien in der großen Olympiahalle kehrt der EHC Red Bull München zufrieden in sein gewohntes Eisstadion zurück. Die drei Partien haben Lust auf die Zukunft gemacht.

Drei Spiele, acht von neun Punkten geholt, 11:4 Tore erzielt, 29.650 von möglichen 30.000 Menschen in die Olympiahalle gelockt – der EHC Red Bull München kann ein durchweg positives Fazit ziehen aus dem 500 Meter weiten Umzug unter das Zeltdach. Zählt man alle seit 2011 verlegten Partien des EHC zusammen, zeigt sich eine beeindruckende Bilanz: acht Spiele, sieben Siege, 20 Punkte, 29:10 Tore. „Ich finde, wir können sehr zufrieden sein“, meinte auch Konrad Abeltshauser. „Die Stimmung war super, geile Spiele – es war ein gelungenes Hockey HALLEluja.“

Die gewonnenen Punkte auf dem etwas schwer zu bespielenden Eis in der Olympiahalle waren das eine, die Strahlkraft des Events das andere. Die Spiele sind seit jeher Testläufe für den Arena-Neubau hinter dem Olympiastadion, der noch 2018 beginnen dürfte, außerdem sollen sie die Aufmerksamkeit in München für das Eishockey erhöhen. Angesichts des Zuspruchs kommt auch Trainer Don Jackson zu dem Schluss, die Landeshauptstadt sei bereit für regelmäßige Spiele vor großem Publikum. „Das glaube ich wirklich“, sagte er bereits nach der Partie gegen Mannheim (4:1). „Was ich aus Sicht der Fans verstehe, ist, dass sie Stabilität wollen. Und das ist es, was Red Bull gemacht hat. Nicht nur als Name, sondern auch mit der ganzen Arbeit, die in den Büros getan wird.“ Es gehe in die richtige Richtung, die Arbeit in München sei bemerkenswert.

Nun geht es für die Red Bulls zurück in die kleine Olympia-Eishalle (6142 Plätze). „There’s no place like home – sweet home Oberwiesenfeld!“, war gegen Berlin (4:1) auf einem Banner in der EHC-Fankurve in der Olympiahalle zu lesen. Und auf einem anderen: „Nicht nur zu Events – unterstützt den EHC!“ Die HALLEluja-Spiele sollen auch die Event-Zuschauer mit hinüberspülen in die kleine Halle, ein Hebel sein - und das funktionierte in den vergangenen Jahren durchaus. Vor zwei Jahren waren sie auch die Initialzündung für das Team auf dem Weg zum ersten Meistertitel.

Der Zuschauerschnitt des EHC Red Bull München stieg seit der Saison 2012/13 von damals 3432 um 48 Prozent auf 5075 in der vergangenen Spielzeit. Aktuell liegt er bei 4888 – die heiße Phase mit den Playoffs steht aber bekanntlich noch aus. Und auch, wenn einem kleinen Teil der Anhänger die Erhöhung der Anzahl der Olympiahallen-Spiele von zwei auf drei Partien zu viel war (Banner: „Wenn das Highlight zur Regel wird … 3 moi is zvui, zefix!“), dürfte dies angesichts der bereits genannten Zahlen nichts an einem absolut positiven Resümee des Vereins ändern. Events wie diese seien „wichtig für den Verein und die Stadt“, so Trainer Jackson.

„Wenn wir immer so eine große Halle hätten, wäre das eine super Sache, weil es einfach schön ist, wenn so viele Leute da sind und uns unterstützen“, so Abeltshauser. Für die Spieler sei es derzeit in der alten Halle aber noch „ein wenig gewohnter für uns, da haben wir unsere richtige Kabine, unseren Kraftraum.“ In der Olympiahalle sei alles „etwas provisorisch, weil wir ja nur eineinhalb, zwei Wochen hier sind.“

In der neuen Arena wird sich das aber natürlich ändern.

Florian Weiß

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