Führung verspielt

EHC verliert bei Spitzenreiter Hamburg

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Benedikt Brückner (EHC, l.) und David Wolf (Freezers).

München - Ihre Form fanden die EHC-Spieler am Dienstag nicht, in Hamburg unterlagen sie den Freezers, die den 15. Heimsieg in Folge feierten.

„Es geht schon in den Saisonendspurt“, hatte Stürmer Martin Hinterstocker vor der Partie gegen die Hamburg Freezers gesagt und gefordert: „Wir müssen in unsere beste Form kommen.“ Die fanden die Münchner Dienstag Abend allerdings nicht, in Hamburg unterlagen sie den Freezers, die den 15. Heimsieg in Folge feierten, mit 1:4.

Die Beine der Eishackler sind schwer. Kein Wunder, die Partie gegen die Freezers war für den EHC das sechste Spiel innerhalb von nur zwölf Tagen! „Im Fußball ist das nicht möglich“, sagt Trainer Pierre Pagé. „Warum im Eishockey? Das ist nicht normal. Das ist zuviel.“ Dabei hatte es in Hamburg gut begonnen für die Gäste. Nick Palmieri brachte sein Team nach elf Minuten mit 1:0 in Führung. Doch noch vor der Drittelpause drehten Garrett Festerling (14.) und Thomas Oppenheimer (17.) die Partie zu Gunsten der Gastgeber, die mittlerweile seit dem 6. Oktober vor heimischer Kulisse ungeschlagen sind. Nach einem torlosen Drittel sorgte Jerome Flaake im Schlussabschnitt mit dem 3:1 für die Vorentscheidung (41.), ehe David Wolf mit seinem Schuss ins leere Tor den 4:1-Endstand besorgte (60.).

Doch für den EHC könnte sich der Spiele-Marathon als Vorteil erweisen. Der Trainer weiß, dass der Leistungspegel nicht wie sonst am Limit pappen bleibt, sondern die Teams unter dem andauernden „Druck viele Fehler“ machen. Pagé hat seine Strategie den Bedingungen angepasst und stochert in den Wunden der Kontrahenten. „Der Trainer hat uns aufgetragen, dass wir sehr aggressiv vorchecken sollen, um den Gegner zu Fehlern zu zwingen“, erzählt Stürmer Fabio Carciola. Das können sich die Münchner leisten, denn sie haben kürzlich nachverpflichtet und sind zumindest im Sturm hochwertig besetzt.

„Wir müssen mit vier Reihen Volldampf geben“, sagt Arbeitsbiene Yannic Seidenberg. Vor allem die neue dritte Reihe mit Hinterstocker, Thomas Holzmann und Carciola ist heiß: Während sich Neuzugang Carciola beweisen will, sind die beiden Bayern nach einer Verletzungspause freudig aufs Eis zurückgekehrt.

Und auch der Spielplan hilft dem EHC! Während sich die Konkurrenz am Freitag auf die Knochen geht, haben die Münchner spielfrei. Die Partie in Köln ist für Dienstag angesetzt – clever, denn so hat der EHC in den beiden Wochen jeweils zwei Partien, der übliche Rhythmus. Schon am Sonntag empfängt der EHC Iserlohn (16.30 Uhr, Eishalle). Dann gilt’s, denn der EHC hat noch einiges zu tun: Am Ende der Punktrunde soll ein Platz unter den Top-6 rauskommen.

wim

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