EHC: Verspielen sie den Playoff-Trumpf?

München - Durch die Niederlage gegen sitzt den Verantwortlichen des EHC München eine Frage im Nacken: Verspielt das Team jetzt den Playoff-Trumpf? Der Motor stottert mächtig...

Viele Gewinner, keine Verlierer – so rosig stellte sich die Lage für den EHC München noch am Freitagabend nach dem 6:2 gegen Kaufbeuren dar. Ganz anders sah es dann am Montag aus – und den Spielern dürfte es so ergangen sein wie Manager Christian Winkler, der am Montag klagte: „Ich habe echt schlecht geschlafen!“ Der Grund: Nach der deftigen 0:4-Klatsche in Ravensburg dürfte allen eine Frage im Nacken sitzen: Verspielt das Team jetzt den Playoff-Trumpf?

0:4 fegten die Tower Stars den EHC vom Eis, erst zum dritten Mal in der laufenden Saison gelang es der Offensivabteilung nicht, auch nur ein einziges Tor zu erzielen. Und: Durch die Pleite ist auch die Tabellenführung akut in Gefahr!

Denn der Verfolger Schwenningen ist dem Team von Pat Cortina auf den Fersen und will es sich beim Nachholspiel am Dienstag gegen die Lausitzer Füchse nicht nehmen lassen, die Tabellenführung zurückzuerobern. Und sollte es dabei bleiben, dass der EHC München auch nach dem letzten Hauptrundenspiel am kommenden Sonntag gegen die Heilbronner Falken (18 Uhr, Olympiaeishalle) nur Rang zwei belegt, dann ist der sicher geglaubte Playoff-Trumpf verloren: Für eine mögliche Finalserie gegen Schwenningen hätte der EHC das wertvolle Heimrecht im entscheidenden Spiel verzockt.

Was aber noch viel mehr ins Gewicht fällt: Statt für die Playoffs in Fahrt zu kommen, beginnt der EHC-Motor derzeit kräftig zu stottern, vier der letzten acht Spiele wurden verloren! „Das stimmt, aber bei den Niederlagen gegen Bietigheim und Schwenningen haben wir immerhin einen Punkt geholt“, versucht Winkler die Sache ein wenig ins rechte Licht zu rücken. Dennoch gibt er zu: „In Ravensburg hat es an allen Ecken und Enden gefehlt, wahrscheinlich dachte die Mannschaft, dass es so läuft wie beim 6:2-Sieg am Freitag gegen Kaufbeuren.“

Woran es gelegen hat? „Das werden wir diejenigen fragen die auf dem Eis gestanden sind“, so der Manager. Was sich schon ein wenig nach Krisensitzung anhört. Denn Winkler fügt an: „Schon beim 4:1 gegen Dresden hat mir die Leistung nicht gefallen, auch wenn wir gewonnen haben. Aber was willst du groß kritisieren, wenn du gewinnst?“ Seine Aufforderung an Team und Umfeld: „Es sollten jetzt alle mal ganz schnell das Träumen von der DEL einstellen. Jetzt kommen erst mal die Playoffs und das wird eine ganz harte Nuss. Es geht jetzt Schritt für Schritt weiter.“

Matthias Würfl

Quelle: tz

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