EHC: "Volles Haus" in der Olympiahalle

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Die EHC-Spieler wollen auch im Derby gegen Augsburg in der Olympiahalle jubeln.

München - Das Projekt “Volle Halle“ des Eishockey-Erstligisten EHC München scheint aufzugehen. Die Nachfrage nach den Karten für die Olympiahalle ist groß.

Für das bayerische Derby des Tabellenzehnten der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Augsburger Panther, das am 30. Dezember vor 11.000 Zuschauern in der Münchner Olympiahalle stattfinden soll, sind bereits jetzt 9.500 Tickets verkauft. “Ich war anfangs skeptisch, weil ich Realist bin“, gab EHC-Manager Christian Winkler zu, ergänzte aber: “Jetzt zähle ich die Tage. Das ist ein Meilenstein für den EHC.“

Ein Blick ins Allerheiligste des EHC München

Werfen Sie mit uns einen kurzen Blick in die Kabine des EHC München. © Mathias Müller
Schon beim ersten Blick wird deutlich: Wie in der Kabine des FC Bayern sieht es hier nicht direkt aus. Jeder Spieler hat seine eigene kleine Holz-Nische. Die Namensschilder sind aus laminiertem Papier und über zwei Haken angebracht. In der Mitte des Raums: ein Einkaufswagen. © Mathias Müller
Ein paar Fußbälle dürfen aber dennoch nicht fehlen. © Mathias Müller
Bei Martin Buchwieser reibt man sich verwundert die Augen. An seinem Platz hängt ein Bild, auf dem er US-Präsident Barack Obama die Hand schüttelt. © Mathias Müller
Die Aufklärung: „Das haben mir die Jungs geschenkt. Meine Freundin ist Amerikanerin. Sie meinten, ich solle mir einen amerikanischen Pass zulegen, ... © Mathias Müller
... damit ich mit der Nationalmannschaft wenigstens mal was gewinnen kann. Denn gefälschten Pass gab’s übrigens gleich mit dazu“, so Buchwieser. © Mathias Müller
Bei Martin Schymainski lehnt ein ganz besonderes Bild an der Wand: es zeigt seinen guten Spezl Kevin Lavallee, der gerade seinen Bizeps mit einer Hantel stählt. Er trägt ein weißes Feinripp-Shirt. © Mathias Müller
Schymainski: „Wir sind seit drei Jahren beste Kumpel und gehen öfter mal zusammen essen oder shoppen. Im Moment sitzt mir Kevin noch gegenüber. Ich kann ihn also eigentlich immer sehen. Aber sollten wir mal nicht mehr zusammen spielen, dann wird das Bild noch wichtiger. Das kommt dann nämlich mit.“ © Mathias Müller

Erstmals seit 1993 wird in der Mehrzweckhalle der Olympischen Sommerspiele 1972 eine Liga-Partie im Eishockey ausgetragen. “Für uns Spieler ist das etwas richtig Besonderes, die Halle hat ein tolles Flair“, sagte Nationaltorhüter Jochen Reimer.

Allein in der vergangenen Woche wurden 2.500 Tickets verkauft. Trotz der starken Nachfrage wird das Projekt aber zunächst eine Ausnahme bleiben. “Wir machen das jetzt einmal. Das ist ein tolles Event, aber wir sollten das nicht überstrapazieren“, sagte Winkler. Die Heimspiele des EHC finden normalerweise im benachbarten Olympia-Eissportzentrum statt.

dapd

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