EHC: Vorwehen in der Eishalle

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Für Pat Cortina gilt es, ein Team zu formen

München - Trainer Pat Cortina ist dabei, aus 15 Aufstiegs-Helden und acht Neuzugängen ein neues Team zu formen. Jetzt spricht er mit der tz über seine Aufgabe.

Beim EHC ist es ein bissl wie in der Geburtsklinik. Wo die nervösen werdenden Papas auf den Gängen hin- und her laufen, die Gefühlslage irgendwo zwischen Freude und Unsicherheit.

Willkommen in der Olympia-Eishalle, willkommen beim EHC München! Im Herbst beginnt die DEL-Saison – die erste des Vereins im Oberhaus. Trainer Pat Cortina ist gerade dabei, aus 15 Aufstiegs-Helden und acht Neuzugängen ein neues Team zu formen. Er erklärt der tz, wie er diesen Job sieht: „Die neuen Spieler zu integrieren, das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass jeder seine Rolle im Team versteht und akzeptiert. Es gibt nicht die neuen und alten Spieler. Es ist eine ganz neue Münchner Mannschaft. Diese Mannschaft wurde 2010 geboren.“ Oder sagen wir: Die Geburt steht ja eigentlich erst noch bevor. Was wir jetzt, in der Zeit der Testspiele, erleben, sind gewissermaßen die Vorwehen. Der erste echte Kontakt mit der neuen DEL-Welt wird der Saisonstart am 3. September in Mannheim. Um gut gerüstet zu sein, haben die EHC-Bosse eine heftige Vorbereitung zusammengestellt. Dazu gehört heute Abend (20 Uhr, Olympia-Eishalle) eine Partie gegen Straubing, dazu gehört dann auch das Trainingslager in Ungarn. Wobei man sagen muss: Schon jetzt schaut’s sehr ordentlich aus. Das 5:2 gegen die Vizemeister aus Augsburg (2824 Zuschauer) und die knappe Niederlage (1:2 nach Penaltyschießen) gegen Meister Hannover (1942 Zuschauer) – das waren Ausrufezeichen.

Cortina wäre aber nicht Cortina, wenn er deshalb in Jubel ausbrechen würde. Über das Augsburg-Spiel sagt er: „Es hat mir gut gefallen, wie meine Mannschaft gespielt hat. Aber man darf nicht vergessen, dass Augsburg 15 neue Spieler hat und umgekehrt München mit 15 Spielern aus der vergangenen Saison aufgelaufen ist.“ Und gegen Hannover? Cortina: „Die Pässe sind ungenau gespielt worden, es wurde im Allgemeinen ein bisschen zu wenig gelaufen. Die Mannschaft war müde. Aber wir haben unsere Aufgabe gut gelöst. Darum sind wir glücklich.“

Wie kann man dieses Testglück jetzt rüberheben in den ernsthaften Saisonbetrieb? Wie ist Eishockey in der DEL? Cortina: „Das „Was“ ist das gleiche, der Unterschied ist das „Wie“. Konkret heißt das, dass wir schneller spielen müssen – und zwar über die komplette Saison.“ Mit klaren Zielen… Cortina: „Wir wollen bis Ende März nächsten Jahres Eishockey spielen. Wenn uns das gelingt, dann war es eine erfolgreiche Saison. Wenn wir Anfang März nicht mehr spielen, aber alles gegeben haben und wissen, was wir falsch gemacht haben – selbst dann ist es noch eine erfolgreiche Saison gewesen.“

mw

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