EHC wieder DEL-Tabellenführer!

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Julien traf in der 59. Minute für den EHC.

Berlin - Der EHC München hat erneut die Tabellenführung in der übernommen und den Deutschen Meister Hannover Scorpions sensationell besiegt. Gäste-Trainer Krinner findet einen passenden Vergleich.

Was für ein Wochenende für den EHC München. Am Freitag siegte Pat Cortinas Mannschaft bei Spitzenreiter Nürnberg. Und  am Sonntagabend war der neue Tabellenerste und amtierende Meister in München zu Gast. Mit einem Sieg hatte der EHC die Chance, Hannover vom Thron zu stoßen – und selbst hinaufzusteigen. Und mit dem 3:0-Sieg krönten sich die Münchner: Der König vom Oberwiesenfeld.

Gäste-Trainer Toni Krinner brachte es nach dem Spiel auf dem Punkt. „Der EHC ist wie Mainz im Fußball. Er bringt frisches Blut in die Liga. Leider haben wir uns eine blutige Nase geholt.“ Der FC Bayern, ebenfalls Meister, weiß davon ja auch ein Lied zu singen.

Und wie das Spiel ausgehen wird, daran ließen die Oberwiesenfeld-Boys kaum Zweifel. Der EHC begann gewohnt respektlos und brachte Hannovers Torwart Youri Ziffzer mit einigen Schüssen gleich ins Schwitzen. Eric Schneider legte nach vier Minuten quer auf Martin Buchwieser, doch der verpasste die Führung. Nach zehn Minuten flaute der EHC-Angriffswirbel ab, die Gäste fanden etwas besser in die Partie. Kurz vor der Pausensirene rettete Joey Vollmer im EHC-Tor das Remis.

Im zweiten Drittel blieb die Begegnung zunächst ausgeglichen. Ins Münchner Passspiel schlich sich ab und zu Schludrigkeit ein, doch Trainer Cortina blieb ruhig, kämpferisch überzeugte seine Truppe. Und nach 25 Minuten legte der Münchner Angriff los, angetrieben vom äußerst agilen Bryan Adams und Schneider. Bei den Schüssen von Martin Schymainski und Christian Wichert hatten die Fans schon den Torschrei auf den Lippen.

Die Scorpions-Fans feierten. „Deutsche Meister, sind wiiir.“ Das Spiel ihrer Mannschaft passte dazu aber nicht so recht. Die Hannoveraner hatten tags zuvor noch gegen Mannheim gespielt. Dazu sorgen die Gehaltskürzungen für Unruhe im Klub. Das alles, meint Cortina, habe im letzten Drittel den Ausschlag gegeben. Für Gästetrainer Toni Krinner war es die Zweiminutenstrafe in der 47. Minute. „Geisteskrank“ sei sie gewesen – auf alle Fälle fiel währenddessen das 1:0. „Der Knackpunkt“, meinte Krinner.

Martin Schymainskis Tor (48.) passte zum Spiel. Wenn die heftigen Schüsse nicht reingehen, dann eben ein abgefälschtes Schüsschen, durch Freund und Feind hindurch. Es war 20.20 Uhr – und der EHC Tabellenführer!

Das Tor wirkte wie die Erlösung. Denn hinten standen Patrik Vogl & Co wie bereits das ganze Spiel sicher, was Hannover-Trainer Krinner ein Extralob abverlangte. Und vorne legte Schneider, angespielt von Buchwieser, nun nach. 2:0. Stephane Julien traf dann in Unterzahl noch zum 3:0 – einmal quer über die Eisfläche. Der Sieg. Die Tabellenführung. Und die Fans feierten den König der DEL.

wim

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