Aus den eigenen Reihen: Neuzugang für den EHC München

Stolze Eltern: Inga und Daniel Hilpert mit Sohnemann Ruben und Familien-Neuzugang Romy
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Stolze Eltern: Inga und Daniel Hilpert mit Sohnemann Ruben und Familien-Neuzugang Romy

München - Der EHC München hat während den Playoffs einen Neuzugang aus den eigenen Reihen bekommen, und EHC-Star Daniel Hilpert kann jetzt ganz befreit aufspielen.

Daniel Hilpert holt Schwung, tritt dreimal mit beiden Beinen in den Boden – und schwupps schießt er Elwing hinterher. Die Beiden liefern sich ein heißes Wettrennen in den Katakomben der Eishalle – auf feuerroten Bobbycars! Das war am Mittwoch nach dem ersten Halbfinalspiel des EHC. Und es handelte sich nicht um die Eishockey-Profis, sondern um deren Söhne Ruben und Lenny.

Sie sind häufig mit dabei, wenn ihre Väter spielen. Der EHC ist eben eine große Familie. Die Spielerfrauen schauen ihren Männern meist von der Ehrentribüne zu. Und auch einige Kinder zählen zur Anhängerschaft des EHC: Chris Bahen hat zwei Söhne, Brandon Dietrich eine Tochter. Niklas Hede hat einen Sohn und eine Tochter, die allerdings mit Frau Hede zurück nach Finnland gezogen sind.

Die Spielerfrauen haben sich zum Playoffstart was ausgedacht und den Kindern dunkelblaue Shirts mit der Trikotnummer des Vaters angefertigt. Und seit Dienstag braucht Daniel Hilpert ein weiteres Laiberl: Der Verteidiger ist zum zweiten Mal Papa geworden, seine Frau Inga hat ihm die kleine Romy geschenkt. 3390 Gramm wog sie bei ihrer Geburt, 53 Zentimeter ist sie groß. „Einfach wunderschön“, sagt Hilpert, der bei der Kaiserschnittgeburt wie schon zuvor bei Rubens Geburt mit dabei war.

Zweieinhalb Wochen wollte Romy eher auf die Welt, Hilpert freut’s: „Es war gut, dass sie jetzt gekommen ist und dass es ihr jetzt gut geht.“ Fruchtwasser war in ihrer Lunge, erzählt Hilpert. Mama Inga musste während der Schwangerschaft einmal ins Krankenhaus, ab der 24. Woche dann bereits liegen. Eine Betreuerin hat sie unterstützt, sagt Hilpert, „aber man weiß ja nie, ob etwas passiert. Ich habe mir schon Sorgen gemacht, auch wenn man das nach außen vielleicht nicht so gesehen hat.“ Am Mittwoch spielte er wie befreit auf. „Das war ein gutes Gefühl.“

Hilperts Eltern und die Schwester, die Romys Taufpatin werden soll, waren auch in der Eishalle. Danach hieß es wieder: Wickeln, die Flasche geben – für Familienmensch Hilpert kein Problem. Die Mannschaft hat ihm natürlich gratuliert, nur einer war im Scherz ein bisschen eifersüchtig: Trainer Pat Cortina. Der hat vor knapp sechs Wochen ebenfalls eine Tochter bekommen, die wohnt aber bei Cortinas Frau in Italien. Hilpert berichtet über die Gratulation des Trainers: „Er hat gesagt, ich soll ihr ein Bussi geben, wenn er seine Tochter schon nicht sieht.“

Zu einem anderen Wiedersehen kommt es am Montag: Mark Heatleys Eltern kommen zu Besuch. „Wenn sie da sind, gewinnen wir öfter“, sagt Heatley. Seine Eltern wollen nur zehn Tage bleiben – und damit nicht bis zum Ende einer etwaigen Finalserie. Heatley cool: „Wenn wir im Finale sind, müssen sie länger bleiben.“

wim

Quelle: tz

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