Daniel Sparre trifft auf Kris

EHC vs. Eisbären: Bruderduell um den Geldbeutel

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Daniel Sparre.

München - Das Spiel gegen Berlin ist für EHC-Crack Daniel Sparre ein Familienduell: Bei den Eisbären spielt sein Bruder Kris. Für Daniel läuft es in München rund - er würde seinen Vertrag gerne verlängern.

Freitagabend, in der O2-Arena in Berlin. Daniel Sparre vom EHC München hat in der Gästekabine ein bisschen Geld an die Team-Tafel gehängt. Einen kurzen Fußmarsch weiter, im Umkleideraum der Eisbären Berlin, hat das Kris Sparre ebenfalls getan. Die beiden Brüder treffen Freitagabend aufeinander.

Daniel erzählt: „Vor den Spielen ziehen wir uns auf und setzen ein bisschen was, natürlich auf das eigene Team. Das letzte Spiel in Berlin war echt schlecht von uns.“ Beim 2:5 ging Kris als klarer Sieger hervor. Auch, weil er das vorentscheidende 3:1 geschossen hatte. Für die Münchner doppelt ärgerlich, denn im Spätsommer hatte der EHC noch überlegt, die Brüder zu vereinen.

"Ich würde definitiv gerne bleiben"

Doch für Daniel läuft es in München nun auch alleine hervorragend. 38 Mal hat er in 49 Spielen gescort, damit ist er team­intern die Nummer zwei. Und besonders zuletzt läuft es für Sparre fantastisch: In den vergangenen acht Spielen hat er elfmal gescort. Gutes Argument für ein Vertragsangebot, auf das Sparre hofft. „Ich würde definitiv gerne bleiben!“ Vorerst zählt aber rein das Sportliche, denn es naht die entscheidende Phase der Saison: die Playoffs. Am Sonntag (14.30 Uhr, Olympia-Eishalle) empfängt der EHC Sparres Ex-Klub, die Straubing Tigers. „Da will man sich von seiner besten Seite zeigen“, sagt Sparre. Gilt zumindest für den EHC. Die Tigers, deren Vorrunden-K.o. schon feststeht, haben vier Leistungsträger kurzfristig abgegeben.

Läuft es in den ausstehenden Spielen günstig, sparen sich die Münchner sogar den Umweg über die Pre-Playoffs. Allerdings muss der EHC noch einen Tabellenplatz gutmachen. Sparre verspricht: „Wir werden alles dafür tun. Die letzten Wochen waren schon eine Art Playoffs. Wir sind definitiv bereit für die Endrunde.“

Da soll sich der Titeltraum erfüllen. Und vielleicht klappt es ja eines Tages mit einem weiteren Traum: Sparre, dessen Großvater aus Stuttgart nach Kanada auswanderte, besitzt auch den deutschen Pass. Bei einem Anruf von Bundestrainer Pat Cortina würde er nicht nein sagen. Sparre: „Ich würde liebend gerne für Deutschland spielen. Meinen Opa, Gott habe ihn selig, hätte das sehr stolz gemacht.“

Martin Wimösterer

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