1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. Eishockey

Die ersten Eishockey-Titel: EHC München geht leer aus

Erstellt:

Von: Günter Klein

Kommentare

Florian Kettemer vom EHC München.
Florian Kettemer vom EHC München. © Gepa Pictures

Beim Skills-Wettbewerb der DEL überzeugt vom Meister nur Läufer Florian Kettemer vom EHC München.

Mannheim – Alle sind beeindruckt vom EHC München. Wie er gerade die Champions League im Eishockey aufmischt, welche Tiefe im Kader er hat, was für ein Fuchs sein Trainer Don Jackson ist. Alle 14 Vereine der Deutschen Eishockey-Liga haben sich gestern in Mannheim getroffen, und der Tenor des Vorausblicks auf die neue Saison lautete: Es wird schwer, ja nahezu unmöglich, zu verhindern, dass der Deutsche Meister der Jahre 2016 und 17 auch der 2018 sein wird. Aber unversucht will man es nicht lasen. „Es sollte uns ein Ansporn sein“, sagt der Nürnberger Kapitän Patrick Reimer, der sich mit dem Kollegen vom EHC, Michael Wolf, ein ewig währendes Duell um Platz eins der ewigen DEL-Torjägerliste liefert: „Der Michi hat schon gesagt: Warte, gleich werden dich die Medienleute danach fragen.“

Eine Art Klassentreffen also war in Mannheim. angesagt. Spieler, die sich sonst grimmig anschauen oder mal handfest die Meinung geigen, saßen einträchtig nebeneinander auf der Bank oder liefen mit einem Lächeln übers Eis der Mannheimer Arena. Jeder DEL-Klub hatte drei Spieler und den Kapitän mitbringen müssen für die interne Saisonauftaktveranstaltung der Liga. Im Mittelpunkt: ein Wettbewerb, die „Stars and Skills“-Competition. Ermittelt wurden die ersten Deutschen Meister der Saison sozusagen – in den Kategorie Hände, Hammer, Blitz und Staffel.

Fans durften nicht direkt zuschauen (bei der Zeit von 10 bis 14 Uhr wäre es auch schwierig gewesen, für eine ansprechende Kulisse zu sorgen), es gab lediglich eine Übertragung auf Facebook. So haben auch nicht viele Leute mitbekommen: München wankt, es gibt Hoffnung für die Liga. Der EHC München ging leer aus.

EHC München: Florian Kettemer am besten

Florian Kettemer hielt sich noch am besten. Er wurde beim „Blitz 2017“ Vizemeister. Die Stadionrunde lief er in 14,48 Sekunden, schneller aber war Sebastian Uvira von den Kölner Haien (sein Vater Eduard war Verteidiger bei den München Barons). Derek Joslin als Schlagschussmonster war für den Wettbewerb „Hammer“ eingeteilt worden, mit anständigen 155 km/h ballerte er sich ins Finale der besten Fünf. Dort jedoch: Schwächeanfall, Letzter mit 139 km/h. Eine Welt entfernt von Kölner Shawn Lalonde (162 km/h).

Bei „Hände“ trat Steve Pinizzotto an. Die Schlaghand des Deutschkanadiers ist in der Liga gefürchtet. „Doch er kann mehr als das, er kann auch passen und Tore schießen“, hatte unlängst EHC-Neuzugang Patrick Hager den Fan-Liebling gerühmt. Bei „Hände“ wurde der beste Techniker der DEL ermittelt, es galt, einen Parcours zu bewältigen, in dem die Scheibe eng geführt und in dem Pässe und Schüsse präzise gesetzt werden müssen, Lediglich Jack Combs (Iserlohn) und Jacob Berglund (Ingolstadt) stellten sich noch tolpatschiger an als „Pinner“, der für die Aufgaben, die Mark Voakes (Wolfsburg) in 55 Sekunden erledigte, 1:37 Minuten brauchte. Da waren sogar halbwüchsige Jugendspieler aus dem DEL Future Camp flinker unterwegs als „Stone Hands“ Pinizzotto.

Es gab aus allen Wettbe-werbselementen noch eine Staffel, die die drei Iserlohner in 1:23 Minuten gewannen. Die Zeit für München: 2:02.

Günter Klein

Auch interessant

Kommentare