EHC: "Playmate hat uns aufgeheitert"

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EHC-Crack Felix Petermann.

München - In der tz-Experten-Kolumne spricht EHC-Verteidiger Felix Petermann über das verlorene Heimspiel gegen Hannover und verrät, wie ein Wiesn-Besuch die Laune im Team entscheidend verbessert hat.

Die Niederlage am Sonntag im ersten Heimspiel gegen Hannover war wirklich ärgerlich. Nach dem Sieg in Krefeld wäre ein Sechs-Punkte-Wochenende zum Start super gewesen. Aber an diesem Tag ging einfach nichts zusammen. Wir sind schlecht ins Spiel gekommen und haben Hannover vielleicht sogar unterschätzt. Dabei wollten wir uns unseren Fans ganz anders präsentieren, die Jungs waren nach dem Spiel teilweise entsetzt, wie das passieren konnte.

Deshalb gab’s in dieser Woche einiges an Gesprächsbedarf. Wir waren unzufrieden, dementsprechend war Biss im Training. Zudem waren wir mit der Mannschaft auf der Wiesn, um uns ein abzulenken. Für den ein oder anderen war es der erste Wiesn-Besuch. Der Jens Olsson zum Beispiel hat schon große Augen gemacht, aber auch ich hab mir mal wieder gedacht, dass die Wiesn einfach was Besonderes ist. Und für mich war es nun wirklich nicht das erste Mal!

Ein Blick ins Allerheiligste des EHC München

Werfen Sie mit uns einen kurzen Blick in die Kabine des EHC München. © Mathias Müller
Schon beim ersten Blick wird deutlich: Wie in der Kabine des FC Bayern sieht es hier nicht direkt aus. Jeder Spieler hat seine eigene kleine Holz-Nische. Die Namensschilder sind aus laminiertem Papier und über zwei Haken angebracht. In der Mitte des Raums: ein Einkaufswagen. © Mathias Müller
Ein paar Fußbälle dürfen aber dennoch nicht fehlen. © Mathias Müller
Bei Martin Buchwieser reibt man sich verwundert die Augen. An seinem Platz hängt ein Bild, auf dem er US-Präsident Barack Obama die Hand schüttelt. © Mathias Müller
Die Aufklärung: „Das haben mir die Jungs geschenkt. Meine Freundin ist Amerikanerin. Sie meinten, ich solle mir einen amerikanischen Pass zulegen, ... © Mathias Müller
... damit ich mit der Nationalmannschaft wenigstens mal was gewinnen kann. Denn gefälschten Pass gab’s übrigens gleich mit dazu“, so Buchwieser. © Mathias Müller
Bei Martin Schymainski lehnt ein ganz besonderes Bild an der Wand: es zeigt seinen guten Spezl Kevin Lavallee, der gerade seinen Bizeps mit einer Hantel stählt. Er trägt ein weißes Feinripp-Shirt. © Mathias Müller
Schymainski: „Wir sind seit drei Jahren beste Kumpel und gehen öfter mal zusammen essen oder shoppen. Im Moment sitzt mir Kevin noch gegenüber. Ich kann ihn also eigentlich immer sehen. Aber sollten wir mal nicht mehr zusammen spielen, dann wird das Bild noch wichtiger. Das kommt dann nämlich mit.“ © Mathias Müller

Allerdings muss ich zugeben, dass das Fest mit der Hannover-Niederlage im Gepäck nur halb so schön war. Ein wenig aufheitern konnte uns das Playmate, das uns besucht hat. Wirklich ein nettes Mädl, das hat mich überrascht. Insgesamt denke ich, sollten wir nicht zu negativ aus dem ersten Wochenende gehen. Wir müssen uns halt noch ein wenig reinfinden, so wie alle anderen auch. Aber das Spiel in Krefeld war ordentlich und unsere Neuzugänge haben sich toll integriert - ich denke, da wächst wieder eine super Mannschaft zusammen. Jetzt heißt’s in Düsseldorf (Freitag) und daheim gegen Nürnberg (Sonntag) ein anderes Gesicht zeigen.

Von Felix Petermann, EHC-Verteidiger

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