Filmdreh mit dem EHC

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Immer schön ­böse schauen: ­Petermann und Reimer

München - Der EHC hat vergangene Woche seinen neuen Film für die kommende Saison gedreht. Chefcoach Pat Cortina musste dabei besonders mit anpacken.

Die blutrote Sonne versank über dem Westend, die schweren Jungs vom EHC standen in voller Montur auf 50 Meter Höhe auf einem Kirchturm und hatten Vorschlaghämmer in der Hand. Was war da los? Ganz einfach: Der EHC drehte vergangene Woche seinen neuen Film für die kommende Saison – gezeigt wird er, wenn die Jungs in der Eishalle einlaufen.

Auch Pat Cortina fand sich in einer ungewohnten Rolle wieder: Der Chef-Coach trug Kabeltrommel und Licht die ganzen 50 Meter den Kirchturm von Sankt Korbinian hoch. Danach wurde er nicht mehr gebraucht– und verkrümelte sich nach Hause, um an seinen Spielzügen zu arbeiten. Es hätte Cortina aber sicher gefallen, wie seine Spieler den vierstündigen Dreh durchstanden.

Los ging es damit, dass die Glocke, auf die die Spieler beim Dreh einschlagen sollten, unerreichbar hoch hing. Doch dann stiegen sie eben auf den Steg zwischen den beiden Türmen Sankt Korbinians, und die herrliche Aussicht auf die Dächer der Stadt hob die Moral wieder.

Felix Petermann und Jochen Reimer stimmten kurz „Mia san die lustigen Holzhackerbuam“ an, dann aber dröhnte doch „Hell’s Bells“ von AC/DC aus einer iPod-Beatbox. Es sollte als Lied des Films den ganzen Abend über laufen.

Die Herren Buchwieser, Petermann, Julien, Reimer, Schymainsky und Wrigley (von links)

Hobby-Musiker David Wrigley und seine Kollegen nickten im Takt und blickten giftig-cool in die Kamera. Doch dann verweigerte die Nebelmaschine hinter ihnen die Arbeit. Die Spieler grinsten über das Schicksal und versuchten sich mit ihren Hämmern bei Schattenspielen an der Wand des anderen Kirchturms. Eine gute Idee, fand die Drehcrew und filmte die Szene. Zwei Stockwerke tiefer, in einem staubigen Ziegelsteinzimmer ging es weiter: Die Filmcrew baute mit den Standlichtern eine düstere, bedrohliche Atmosphäre auf, aber die Nebelmaschine zierte sich. Martin Schymainski überbrückte die Zwangspause als Standup-Comedian, Stephane „The Hammer“ Julien haute vor der Kamera rotzig die Kampfansage an die Konkurrenz raus: „Ladies and gentlemen. You know for whom the bell rings. Rock’n’roll.“ Mehr sagte der Mannschaftskapitän den ganzen Abend über nicht.

Um halb elf Uhr hatte das Filmteam die Aufnahmen im Kasten. Es sind coole Bilder geworden, kriegerisch, scharf. Nur der Schnitt steht noch aus, die Szene, in der die Spieler mit dem Hammer auf die Glocke schlagen, ist inzwischen im Kasten. So gesehen kann die Saison eingeläutet werden…

wim

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