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"Wir lassen uns nicht provozieren!"

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Von: Lena Meyer, Florian weiß

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EHC München - Pinguins Bremerhaven
Wollen wieder feiern: Die Red Bulls müssen Freitag in Berlin ran © Tobias Hase/dpa

München - Die Red Bulls können zufrieden sein. Am Dienstag gelang es dem Team von Trainer Don Jackson in der Halbfinalserie gegen die Eisbären Berlin in Führung zu gehen. Nun heißt es: Einen kühlen Kopf bewahren.

Viel deutlicher geht es kaum. Der EHC Red Bull München feierte am Dienstag im dritten Halbfinalduell gegen die Eisbären Berlin einen beinahe perfekten 5:1-Sieg. Damit steht es in der Best-of-seven-Serie 2:1. Bis auf den etwas verschlafenen Start ins Spiel legten die Münchner eine beinahe durchgehend gute Leistung aufs Eis. „Perfekt war es nicht, das ist es wahrscheinlich nie. Aber über weite Strecken können wir sehr zufrieden sein“, resümierte EHC-Captain Michi Wolf. „Wir sind nicht all zu gut aus der Kabine gekommen, aber dann haben wir sehr dominantes Eishockey gespielt.“ Zwischenzeitlich führten die Red Bulls mit 5:0. Der Berliner Laurin Braun war es, der in der 47. dann doch ein klein wenig Ergebniskosmetik betreiben konnte. Insgesamt hatten die Eisbären allerdings nicht den Hauch einer Chance. EHC-Coach Don Jackson: „Kompliment an unser Team, das war eine sehr gute Leistung.“

Genau genommen war es wahrscheinlich sogar mehr als das. Dieser Erfolg scheint die Vorentscheidung gewesen sein. Seit die Münchner in Spiel zwei am Sonntag Fahrt aufgenommen haben (und Sheriff Steve Pinizotto ins Team zurückgekehrt ist) wirken die Berliner fahrig, müde und alles andere als nervenstark. Besonders Ende des Spiels am Dienstag zeigte sich das in den vermehrten Frust-Aktionen, die das Team von Uwe Krupp beging. Dominik Kahun, Torschütze zum 3:0, meinte: „Als es dann 5:0 stand, war uns klar, dass sie uns provozieren werden. Einer hat mich zum Beispiel gefragt, ob ich mich boxen will, da hab ich einfach nur gelacht. Der andere hat mich dann auf den Hinterkopf geschlagen. So etwas kann ich mir nicht gefallen lassen." Insgesamt merke man, dass die Berliner, deren Viertelfinalserie gegen Mannheim über sieben Spiele ging, müder werden, so Kahun. Allerdings sei das kein Grund, sich in Sicherheit zu wähnen. „Wir haben das Spiel zwar dominiert, aber leider steht es nur 2:1“, so Kahun. „Berlin hat am Freitag wieder das Heimrecht und für sie geht es fast schon um alles oder nichts. Es wird also nicht einfach."

Gut, dass dann Münchens Toptorjäger Jason Jaffray wieder mit an Bord ist. Der Stürmer wurde am Dienstag in München geschont. Jackson: „Jason brauchte eine Pause. Er wird bereit sein für Freitag.“ Nicht so gut sieht es dagegen bei Routinier Deron Quint aus. „Bei ihm wird es wahrscheinlich nichts", so der Trainer. Die genaue Diagnose gab der Verein nicht bekannt.

Die Red Bulls reisen trotzdem zuversichtlich in die Hauptstadt. „Wir können auf jeden Fall mit einem guten Gefühl nach Berlin fahren“, so Wolf. „Man hat gesehen, wie dominant wir sein können, wenn wir unser bestes Eishockey spielen.“

Lena Meyer, Florian Weiß

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